+++ Wirtschafts-News +++ – Dax bricht Rekord und schießt über 12.300 Punkte-Marke

Dax bricht Rekord und schießt über 12.300 Punkte-Marke

18.00 Uhr: Der Dax  hat am Freitag nach einem verhaltenen Handelsverlauf doch noch zum Endspurt angesetzt. Kurz vor Börsenschluss erhielt der Leitindex überraschend Aufwind und übersprang erstmals wieder seit April 2015 die Marke von 12.300 Punkten. Bereits in der neuen Woche dürfte der deutsche Leitindex nun die Hürde von 12.400 Punkten ins Visier nehmen und damit so hoch steigen wie noch nie in seiner 29-jährigen Geschichte. Unterdessen markierte der Index der mittelgroßen Werte, der MDax , bereits wieder ein Rekordhoch.

Am Ende eines starken ersten Quartals stand für den Dax am Freitag ein Plus von 0,46 Prozent bei einem Index-Stand von 12.313 Punkten. Das Wochenplus beläuft sich damit auf zwei Prozent. In den ersten drei Monaten des Jahres summiert sich der Gewinn auf 7,2 Prozent.

Der MDax erklomm vor dem Wochenende mit plus 0,46 Prozent auf 23.904 Punkte einen Höchststand. Der Technologiewerte-Index TecDax  legte um 0,32 Prozent auf 2047 Punkte zu.

Dax-Rekord bleibt in Sichtweite

15.12 Uhr: Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich nach der jüngst guten Entwicklung am Freitag bedeckt gehalten. Zum Abschluss eines starken ersten Quartals stand der Dax am Nachmittag 0,04 Prozent im Plus bei 12.261,82 Punkten. Die knapp zwei Jahre alte Bestmarke von 12.390 Punkten bleibt in Sichtweite, und für das erste Quartal steuert der deutsche Leitindex auf ein sattes Plus von knapp 7 Prozent zu.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax  sank am Freitag um minimale 0,01 Prozent auf 23.792,85 Zähler, nachdem er schon vortags auf den höchsten Stand seiner Geschichte geklettert war. Der Technologiewerte-Index TecDax  verlor 0,25 Prozent auf 2035,09 Punkte, behauptete sich aber auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2001. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  trat mit einem Plus von 0,01 Prozent auf der Stelle.

Türkische Wirtschaft wuchs 2016 trotz Putschversuchs um 2,9 Prozent

14.58 Uhr: Die türkische Wirtschaft hat im letzten Quartal 2016 überraschend zugelegt und im Gesamtjahr trotz des Putschversuches ein Wachstum von 2,9 Prozent verzeichnet. Das teilte das Statistikamt am Freitag mit. Im vierten Quartal lag das Wachstum demnach bei 3,5 Prozent, nachdem die Wirtschaft im Quartal davor erstmals seit dem Krisenjahr 2009 geschrumpft war (minus 1,3 Prozent). Im Jahresvergleich hat sich die Konjunktur indes deutlich abgeschwächt: 2015 hatte das Schwellenland ein Wachstum von 6,1 Prozent erzielt.

Anfang 2016 hatte die türkische Regierung noch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 4,5 Prozent erwartet. Nach dem Putschversuch vom Juli vergangenen Jahres hatte sie die Prognose auf 3,2 Prozent nach unten korrigiert. Der Putschversuch, die anschließend von der Regierung ausgerufenen „Säuberungen“, zahlreiche Terroranschläge, politische Instabilität und der Streit mit der EU schrecken Investoren sowie Urlauber ab, was der Wirtschaft zusetzt.

Das Außenhandelsdefizit der Türkei wuchs indes weiter, wie das Statistikamt mitteilt. Im Februar überstieg die Summe der Importe die der Exporte um 3,693 Milliarden Dollar. Verglichen mit dem Vorjahresmonat nahm das Defizit damit um 15 Prozent zu.

Bausparkasse Wüstenrot entwickelt sich gegen Branchentrend stabil

13.20 Uhr: Deutschlands zweitgrößte Bausparkasse Wüstenrot kann sich gegen den Abwärtstrend in der Bausparbranche stemmen. Das Institut legte am Freitag in Stuttgart Zahlen vor, denen zufolge es sein Geschäft 2016 in etwa stabil halten konnte. Das Volumen neu unterzeichneter Verträge, das Brutto-Neugeschäft, sank um 3,5 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro. Angesichts einem Durchschnittsminus in der Bausparbranche von etwa 10 Prozent war das vergleichsweise gut. Branchenprimus Schwäbisch Hall meldete gar 16,6 Prozent Rückgang.

Wüstenrot begründete das positive Abschneiden unter anderem mit neuen Tarifen mit variablen Zinssätzen, die vom Kunden gut angenommen worden seien. Die Kasse wirtschaftete auch profitabler. Das Nachsteuerergebnis stieg um 4 Millionen auf 59 Millionen Euro, das Nettoergebnis ging um knapp 2 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro nach oben. Hierbei geht es um Verträge, die nicht nur unterzeichnet, sondern durch Einzahlung auch aktiviert wurden.

Der Unterschied zwischen brutto und netto hat zwei Gründe: Ein Teil der Verträge wird von Kunden nie aktiviert, zudem vergehen zwischen Abschluss und Einzahlung oft Monate – dadurch fließen viele Ende 2016 abgeschlossene Verträge erst in das Nettoergebnis 2017 ein.

Die Bausparkasse gehört zum Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W). Die Württembergische ist gewissermaßen der Versicherungsarm des Konzerns. Deren Konzernüberschuss nach Steuern sank den Angaben zufolge um 14,2 Prozent auf 235,3 Millionen Euro.

Durchsuchungen bei Credit Suisse in London, Paris und Amsterdam

11:53 Uhr: Wegen Verdachts auf Steuerbetrug haben Behörden in London, Paris und Amsterdam Räume der Schweizer Bank Credit Suisse  durchsucht. Es seien Unterlagen mitgenommen worden, sagte ein Banksprecher in Zürich am Freitag. Die Durchsuchungen fanden nach diesen Angaben bereits am Donnerstag statt.

Die Bank arbeite mit den Behörden zusammen, teilte sie mit. Sie wende die vereinbarten Abkommen zur Steuertransparenz in allen Ländern an und habe Beziehungen zu „nicht steuerkonformen“ Kunden beendet. „Die Credit Suisse hat zudem den automatischen Informationsaustausch, der im April 2017 in Kraft tritt, für ihre europäischen Standorte umgesetzt. Der gleiche Standard gilt ab 2018 für europäische Individualkunden, die aus der Schweiz heraus betreut werden“, teilte sie mit.

Inflationsrate im Euroraum fällt stärker als erwartet

11.35 Uhr: Die Inflationsrate im Euroraum ist im März überraschend stark gefallen. Die Verbraucherpreise seien um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer ersten Schätzung in Luxemburg mit. Im Februar war die Rate noch auf 2,0 Prozent gestiegen und hatte damit erstmals seit Januar 2013 wieder eine zwei vor dem Komma. Volkswirte hatten für den März lediglich einen Rückgang auf 1,8 Prozent erwartet.

Der Anstieg der Preise für unverarbeitete Lebensmittel als auch für Energie schwächte sich im März ab. Die Kerninflationsrate, die schwankungsanfällige Lebensmittel und Energiepreise ausschließt, fiel von 0,9 Prozent im Vormonat auf 0,7 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt die Fortführung ihrer expansiven Geldpolitik auch mit der niedrigen Kerninflationsrate begründet. Die Notenbank strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an.

Deutsche Bahn bestellt 53 Regionalzüge bei Alstom

10.29 Uhr:  Die Deutsche Bahn hat beim Zughersteller Alstom  53 Regionalzüge mit einem Gesamtwert von über 300 Millionen Euro bestellt. Die Züge vom Typ Coradia Continental werden im Alstom-Werk in Salzgitter gebaut und sollen 2019 und 2020 in Betrieb gehen, wie Alstom am Freitag mitteilte. 27 Züge sollen für die S-Bahn Nürnberg unterwegs sein, die anderen 26 gehen nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Bestellung ist Teil eines 2011 geschlossenen Rahmenvertrags über bis zu 400 elektrische Triebzüge, von denen bislang 28 auf der Strecke sind. Alstom hat seit 2008 nach eigenen Angaben mehr als 220 Regionalzüge nach Deutschland geliefert. Auch Siemens  und Bombardier  bauen Züge für die Bahn.

Arbeitslosenzahl sinkt im März auf 2,662 Millionen

09.57 Uhr:  Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 100.000 auf 2,662 Millionen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren es sogar 183.000 Erwerbslose weniger, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosigkeit ging damit deutlich stärker zurück als im Schnitt der vergangenen drei Jahre und erreichte den niedrigsten Wert in einem März seit 1991. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,0 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin günstig“, sagte der designierte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Mit dem Einsetzen der Frühjahrsbelebung sei die Zahl der Arbeitslosen deutlich gesunken, das Beschäftigungswachstum halte unvermindert an und auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern sei weiter hoch.

Auch saisonbereinigt gab es einen Rückgang. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Arbeitslosenzahl lag bei 2,556 Millionen. Damit waren 30.000 weniger Männer und Frauen ohne Job als im Februar. Im Westen ging die Zahl um 18.000 zurück, im Osten um 12.000.

Am Ende eines starken Quartals prägt Zurückhaltung den Aktienmarkt

09.28 Uhr: Der Dax  hat am Freitag seiner jüngst guten Entwicklung ein wenig Tribut gezollt. Zum Abschluss eines starken ersten Quartals dürfte ein neuer Rekordwert damit erst einmal auf sich warten lassen. Im frühen Handel sank der deutsche Leitindex um 0,12 Prozent auf 12 241,88 Punkte. Die knapp zwei Jahre alte Bestmarke von 12.390 Punkten bleibt aber in Sichtweite.

Der solide Jahresstart der Aktienmärkte sei umso beeindruckender, wenn man bedenke, dass in den USA seit Dezember zwei Mal die Zinsen erhöht wurden, sagte Analyst Michael Hewson von CMC Markets. Zudem seien die ersten Monate der Präsidentschaft Donald Trumps nicht problemlos verlaufen und in Europa lägen noch politische Risiken.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax  ging es am Freitagmorgen um 0,25 Prozent auf 23 735,78 Zähler bergab, nachdem er am Donnerstag auf den höchsten Stand seiner Geschichte geklettert war. Der Technologiewerte-Index TecDax  verlor 0,42 Prozent auf 2031,63 Punkte, behauptete sich aber auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2001. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  gab um 0,27 Prozent nach.

Einzelhandel mit weniger Umsatz im Februar

Freitag, 31. März 2017, 08.55 Uhr: Der deutsche Einzelhandel hat im Februar preisbereinigt 2,1 Prozent weniger Umsatz gemacht als im Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Monat 2017 auch einen Verkaufstag weniger. Dieser Effekt wurde statistisch nicht herausgerechnet. Zu aktuellen Preisen, also nominal, hatten die Händler 0,3 Prozent mehr in den Kassen als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete.

Besondere Zuwächse von real 4,2 Prozent konnte der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art verzeichnen. Darunter fallen zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser. Schwerer hatten es der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (-3,9 Prozent) und der Einzelhandel zum Beispiel mit Büchern oder Schmuck (-4,0 Prozent).

Auf die ersten beiden Monate des Jahres gesehen ist die reale Umsatzentwicklung des gesamten Einzelhandels leicht positiv mit einem Plus von 0,3 Prozent. Inklusive der Preiserhöhungen flossen nominal 2,4 Prozent höhere Erlöse.

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