SZ Espresso: Merkels Pressekonferenz, Rackete verlässt Italien, Kirchenaustritte

Was heute wichtig war – und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Tobias Dirr

Der Tag kompakt

Angela Merkel gibt Sommerpressekonferenz. Nach turbulenten Wochen spricht die Kanzlerin über Klimaschutz und die Ernennungen von Kramp-Karrenbauer und von der Leyen. Deutlich distanziert sie sich von den Attacken des US-Präsidenten Trump gegen demokratische Politikerinnen. Ihre heitere Mühelosigkeit wirkt wie eine Antwort auf die Fragen nach ihrer Gesundheit, berichtet Jens Schneider.

Carola Rackete verlässt Italien. Einer Sea-Watch-Sprecherin zufolge ist die Kapitänin auf dem Weg nach Deutschland. Italienische Behörden ermitteln noch gegen sie – unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Ob es zu einem Prozess kommt, soll nach Angaben der Behörden erst nach dem Sommer entschieden werden. Zur Nachricht

Kirchen verzeichnen deutlich mehr Austritte. So traten 2018 rund 220 000 Mitglieder aus der evangelischen Kirche aus. 2017 waren es rund 200 000. Der katholischen Kirche kehrten im vergangenen Jahr knapp 216 000 Menschen den Rücken, ein Jahr zuvor waren es noch rund 168 000 gewesen. Mehr dazu

737-Max-Fiasko kostet Boeing fast fünf Milliarden Dollar. Das weltweite Startverbot für Flugzeuge dieses Typs trifft den Konzern schwer. Das Unternehmen hat nun vorsorglich 4,9 Milliarden Dollar zurückgestellt. Mit dem Geld sollen etwa Fluggesellschaften entschädigt werden. Von Hans von der Hagen

Erdbeben erschüttert Athen. Tausende Menschen seien auf die Straßen gerannt, berichten Augenzeugen. Zahlreiche staatliche Gebäude mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Es gab aber nach ersten Erkenntnissen kaum Verletzte. Dem ersten Beben folgten mehrere Nachbeben. Das Institut für Geodynamik in der griechischen Hauptstadt ordnete dem Erdbeben eine vorläufige Stärke von 5,1 zu. Zu den Einzelheiten

3 aus 24 – Meistempfohlen heute

„Warum machen wir den 20. Juli nicht zu einem offiziellen Feiertag?“ Nach dem Attentat auf Hitler wurde als Mitverschwörer auch der Großvater von Elisabeth Ruge hingerichtet. Sie kritisiert heute: Der Widerstand gegen den Diktator spiele „für die Identität unserer demokratischen Gesellschaft“ fast keine Rolle. Interview von Joachim Käppner

Cola ohne Wesen. Zuckerfreie Cola ist die Metapher des modernen Menschen schlechthin: Wir wollen keine Kompromisse – und doch ist am Ende alles bloß ein Kompromiss. Von Tobias Haberl

Ismaik gegen Löwenfans. Hasan Ismaik, Investor des TSV 1860, verklagt die Initiative „Löwenfans gegen Rechts“. Vordergründig, weil sie das Vereinswappen nutzen. Doch Hintergrund ist ihre Kritik an Ismaik. Kommentar von Markus Schäflein

SZ-Leser diskutieren​

Wie sehen Sie die Zukunft der Automobilbranche? „Ich sehe schwarz“, schreibt Wuerth. „Die Zeit der benzin- und dieselgetriebenen Autos neigt sich dem Ende zu. Das E-Auto muss und wird ein Nischenprodukt bleiben, wenn es uns mit dem Thema Energie- und Ressourcenverbrauch ernst ist.“ Jo widerspricht: „Die Ära mit Fahrzeugen basierend auf modernerer Antriebstechnik beginnt gerade.“ Droschkenkutsche glaubt, dass die nötigen Veränderungen, etwa eine Infrastruktur, um ausschließlich Akku- oder H2-betriebene Fahrzeuge zu versorgen, in naher Zukunft ohnehin nicht vorhanden sein wird: „Welche Investitionen müssten alle Länder dieser Welt tätigen, um auf Automobile verzichten zu können? Die Antwort können Sie sich denken! In den nächsten 30 Jahren wird das nicht passieren.“ Diskutieren Sie mit.

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