Wetter aktuell – Auf Hitze folgen Unwetter: In diesen Regionen drohen heute heftige Gewitter

Wetter in Deutschland: Dieser Sommer bricht Rekorde – am Donnerstag wurde in 15 deutschen Städten der Temperatur-Rekord gebrochen. Auch am Freitag wurde es nochmal richtig heiß. Auf das Hitze-Chaos folgen jetzt teils heftige Unwetter in weiten Teilen Deutschlands. Alles zur aktuellen Wetterlage in Deutschland im News-Ticker von FOCUS Online.

  • The Weather Channel sagt Ihnen, wie das Wetter bei Ihnen wird. Klicken Sie hier und geben Sie den Ort Ihrer Wahl ein
  • In Lingen in Niedersachsen wurde am Donnerstag ein neuer Hitze-Rekord mit 42,6 Grad gemessen
  • Für Teile Deutschlands gelten auch am Samstag noch Hitzewarnungen, gleichzeitig steigt das Unwetter-Risiko

Gewittergefahr: In diesen Regionen kann es heute noch richtig krachen

17:50 Uhr: Vor allem im Süden und Westen Deutschlands warnt der Deutsche Wetterdienst weiter vor schwerem Gewitter. Dabei gibt es teils heftigen Starkregen, Hagel sowie Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h.

Folgende Kreise und Städte sind betroffen:

Nordrhein Westfalen:

  • Borken
  • Wesel
  • Recklinghausen
  • Kleve
  • Viersen
  • Duisburg
  • Mülheim an der Ruhr
  • Essen
  • Gelsenkirchen
  • Mettmann
  • Krefeld
  • Düsseldorf
  • Rhein-Kreis Neuss
  • Mönchengladbach
  • Heinsberg
  • Köln

Rheinland-Pfalz:

  • Neuwied
  • Koblenz
  • Mayen-Koblenz
  • Hunsrück-Kreis
  • Bernkastel-Wittlich
  • Birkenfeld
  • Bad Kreuznach
  • Donnersbergkreis
  • Kusel
  • Kreis und Stadt Kaiserslautern
  • Bad Dürkheim
  • Neustadt an der Weinstraße
  • Südliche Weinstraße

Hessen:

  • Groß-Gerau
  • Kreis Darmstadt-Dieburg und Stadt Darmstadt
  • Odenwaldkreis
  • Bergstraße

Baden-Württemberg:

  • Odenwald-Kreis
  • Rhein-Neckar-Kreis und Stadt Heidelberg
  • Hohenlohekreis
  • Kreis und Stadt Heilbronn
  • Kreis und Stadt Karlsruhe
  • Enzkreis und Stadt Pforzheim
  • Rastatt
  • Calw
  • Ortenaukreis
  • Freudenstadt
  • Rottweil
  • Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
  • Waldshut
  • Lörrach
  • Konstanz
  • Sigmaringen
  • Bodenseekreis
  • Zollernalbkreis
  • Reutlingen
  • Biberach
  • Alb-Donau-Kreis und Stadt Ulm
  • Heidenheim
  • Ostalbkreis
  • Schwäbisch Hall
  • Hohenlohekreis
  • Rems-Murr-Kreis
  • Ludwigsburg

Bayern:

  • Berchtesgadener Land
  • Traunstein
  • Kreis und Stadt Rosenheim
  • Miesbach
  • Neuburg-Schrobenhausen
  • Eichstätt
  • Roth
  • Weißenburg-Gunzenhausen
  • Donau-Ries
  • Kreis und Stadt Ansbach
  • Dillingen a.d. Donau

Sachsen:

Vogtlandkreis – Bergland

Thüringen:

  • Hildburghausen
  • Schmalkalden-Meiningen
  • Ilm-Kreis
  • Suhl

Höchste Alarmstufe in einigen Regionen

16.00 Uhr: Für einige Landkreise in Nordrhein-Westfalen hat der Deutsche Wetterdienst nun die höchste Unwetter-Warnstufe ausgesprochen. Dabei können extremer Starkregen mit bis zu 70 Litern pro Quadratmeter in der Stunde, Sturmböen und Hagelkörner mit bis zu zwei Zentimetern Größe auftreten. Auch mit lokalen Überschwemmungen muss gerechnet werden.

  • Kreis Unna
  • Stadt Dortmund
  • Stadt Hagen
  • Ennepe-Ruhr-Kreis
  • Kreis Düren
  • Städteregion Aachen
  • Kreis Euskirchen

Für weitere Landkreise liegen derweil Warnungen der zweithöchsten Stufe vor. Diese gilt für folgenden Regionen:

  • Rhein-Sieg-Kreis
  • Stadt Bonn
  • Kreis Ahrweiler
  • Rhein-Hunsrück-Kreis
  • Ostalbkreis
  • Kreis und Stadt München
  • Kreis Ebersberg
  • Kreis und Stadt Rosenheim
  • Kreis Miesbach
 

Gewittergefahr steigt – Warnungen in mehreren Landkreisen

13.22 Uhr: In immer mehr Regionen Deutschlands steigt die Unwetter-Gefahr. Im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm gilt aktuell die höchste Warnstufe. Hier muss mit extremen Starkregen und Hagel gerechnet werden.

In vielen weiteren Landkreisen Süddeutschlands gilt die zweite Warnstufe. Betroffen sind davon:

  • Kreis Main-Spessart
  • Kreis und Stadt Aschaffenburg
  • Kreis Miltenberg
  • Main-Tauber-Kreis
  • Kreis Hensberg
  • Kreis Viersen
  • Donnersbergkreis
  • Kreis und Stadt Kaiserslautern
  • Kreis Bad Dürkheim
  • Kreis Heidenheim
  • Kreis Günzburg
  • Kreis Neu-Ulm
  • Kreis Ostallgäu
  • Kreis Weilheim-Schongau
  • Kreis Garmisch-Partenkirchen

Warnungen vor Hitze und Unwetter in großen Teilen Deutschlands

11.39 Uhr: Der Samstag zeigt sich teils noch recht freundlich, für einige Regionen Deutschlands hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch heute wieder eine Hitzewarnung ausgesprochen. Das gilt vor allem für große Teile Bayerns, Hessens und Nordrhein-Westfalens.

Im Laufe des Tages steigt jedoch vor allem in der Südwesthälfte Deutschlands das Unwetter-Risiko erheblich an. Dabei muss mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Der Deutsche Wetterdienst hat hier bereits eine Vorab-Warnung herausgegeben, die für Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gilt.

Akute Warnungen vor Gewitter liegen bereits für folgende Landkreise vor:

  • Kreis und Stadt Regensburg
  • Kreis Straubing-Bogen und Stadt Straubing
  • Kreis Kehlheim
  • Kreis und Stadt Landshut
  • Kreis Bad Kissingen
  • Kreis und Stadt Schweinfurt
  • Kreis Main-Spessart

An der Küste wird es derweil stürmisch. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins Warnungen vor Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 55 Kilometern pro Stunde ausgesprochen.

Waldbrand auf früherem Militärgelände in Brandenburg unter Kontrolle

Samstag, 27. Juli, 10.40 Uhr: Der Waldbrand auf einem ehemaligen Militärgelände bei Jüterbog in Brandenburg ist unter Kontrolle. Ein Sprecher der Leitstelle der Feuerwehr sagte, bis zum Freitagabend seien 134 Hektar Fläche abgebrannt. Die Feuerwehr sei auch am Samstag noch vor Ort, die Zahl der Einsatzkräfte werde jedoch langsam verringert. „Wenn es heute regnet, dann sieht es gut aus“, sagte der Feuerwehrsprecher.

Die Flammen hatten sich seit Donnerstag aufgrund der Trockenheit rasch ausgebreitet. Der Brand konnte wegen der Munitionsbelastung auf dem bis 1992 militärisch genutzten früheren Truppenübungsplatz zeitweise nur aus der Luft gelöscht werden. Zudem erschwerten starke Winde die Arbeiten. Auf dem Areal verrotten alte Kampfmittel seit Jahrzehnten im Boden – mit unberechenbarer Wirkung. Daher darf das Gebiet nicht betreten werden.

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Unwetter: Mehrere Konzerte in Baden-Württemberg abgesagt

22:44 Uhr: Wegen Gewitter in Südbaden (Baden-Württemberg) sind am Freitagabend Konzerte in Lörrach, Bad Krozingen und Freiburg abgesagt worden. Darüber berichtet die „Badische Zeitung“. So musste das Gelände eines Zelt-Musik-Festivals in Freiburg wegen eines drohenden Unwetters ebenso geräumt werden wie der Rosenfelspark in Lörrach und der Bad Krozinger Kurpark. Dort war die „Manfred Mann’s Earth Band“ zu Gast. Für die 2200 Besucher war jedoch bereits nach fünf Songs, um 21.40 Uhr Schluss.

Gewitter-Chaos noch nicht gebannt: Im Süden und Westen drohen weiter Unwetter

21.19 Uhr: Weitere Hitze-Rekorde sind an diesem Freitag nicht gebrochen worden – dafür warnt der Deutsche Wetterdienst mittlerweile vor allem im Süden und Westen Deutschlands vor starken bis heftigen Unwettern. Es gibt erste kräftige Gewitter. Betroffen sind aktuell die folgenden Landkreise und Städte:

Baden-Württemberg:

  • Kreis und Stadt Heilbronn
  • Ludwigsburg (höchste Alarmstufe!)
  • Rems-Murr-Kreis (höchste Alarmstufe!)
  • Ostalbkreis
  • Göppingen
  • Esslingen
  • Böblingen
  • Calw
  • Freudenstadt
  • Ortenaukreis
  • Emmendingen
  • Breisgau-Hochschwarzwald und Stadt Freiburg
  • Lörrach
  • Waldshut
  • Sigmaringen
  • Zollernalbkreis
  • Rottweil
  • Tübingen
  • Alb-Donau-Kreis und Stadt Ulm
  • Stuttgart (höchste Alarmstufe!)
  • Rastatt
  • Baden-Baden
  • Schwarzwald-Baar-Kreis

Bayern:

  • Kreis und Stadt Ansbach
  • Weißenburg-Gunzenhausen
  • Eichstätt
  • Amberg-Sulzbach
  • Schwandorf
  • Cham
  • Kreis und Stadt Regensburg
  • Kelheim
  • Straubing-Bogen und Stadt Straubing
  • Dingolfing-Landau
  • Aichach-Friedberg
  • Kreis und Stadt Augsburg
  • Ostallgäu
  • Weilheim-Schongau
  • Starnberg
  • Landsberg am Lech
  • Dachau
  • Fürstenfeldbruck
  • Kreis und Stadt München
  • Freising
  • Erding
  • Ebersberg
  • Dillingen a.d. Donau
  • Günzburg

Nordrhein-Westfalen:

  • Viersen
  • Rhein-Kreis Neuss
  • Mönchengladbach
  • Heinsberg
  • Düren
  • Rhein-Erft-Kreis

Hitze sorgt für Mega-Chaos an Bahnhöfen

19.04 Uhr: Die Hitze in weiten Teilen Deutschlands sorgt zu Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg für großes Chaos bei der Deutschen Bahn. „Die Leute stehen planlos und ratlos an den Gleisen“, berichtet eine Reisende vom Münchner Hauptbahnhof. „Niemand weiß, wo er hin soll. Die Züge haben bis zu 200 Minuten Verspätung oder fallen ganz aus. Ich habe Menschen gesehen, die weinen müssen.“

Fahrten im Fernverkehr können noch bis Samstag kostenlos storniert oder bis zum 4. August verschoben werden.

Wetter in Deutschland: Warnung vor extremen Unwettern im Südwesten

17.02 Uhr: In gleich mehreren Kreisen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die höchste Warnstufe noch einmal verlängert. Die Experten von „The Weather Channel“ warnen: „Vor allem der Starkregen entwickelt Unwetterpotenzial. Bei so extrem hohen Niederschlagsmengen von bis 90 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit drohen Erdrutsche und Sturzfluten. Auch vom Sturm geht Gefahr aus: Bei Windgeschwindigkeiten von 80 km/h werden Äste abgerissen, vereinzelt sogar Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt. Umherfliegende Gegenstände können zur Gefahr werden. Die höchste Alarmstufe wird bei Unwettern ausgerufen, die lebensgefährlich sein können.“

Freiwillige Feuerwehr in NRW: Wir füllen keine Pools auf!

15:01 Uhr: Die Hitze in Nordrhein-Westfalen führt zu kuriosen Anfragen bei der Feuerwehr in Finnentrop, einer Gemeinde im Kreis Olpe. Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet, hat die Löschgruppe Bamenohl der Freiwilligen Feuerwehr nicht nur per Telefon, sondern auch via Whatsapp in den vergangen Tagen Anfragen erhalten, den Pool von Privatleuten aufzufüllen – etwa gegen einen Kasten Bier.

Jetzt stellt die Feuerwehr klar: Das geht natürlich nicht. Auf ihrer Webseite veröffentlichte die Truppe vor Ort nun sogar ein kurzes Statement: „Nein, die Feuerwehr kann euren Pool nicht auffüllen. Unser Wasser ist reserviert für Notfälle, zum Beispiel wenn’s mal brennt. Auch unsere Schläuche können wir nicht verleihen, die brauchen wir ab und zu mal selbst. Somit bleibt der heimische Wasserschlauch das Mittel der Wahl.“

Hitze-Chaos bei der Bahn in Köln – Passagiere beschimpfen und bedrohen Personal

13.23 Uhr: Am Bahnhof in Köln sind etliche Züge ausgefallen, wie FOCUS-Online-Reporter Jasmin Larmache und Niklas Scheuble berichten, die dort ebenfalls einen Zug erwischen wollten: „In zwei Wagen des viel zu kürzen Zuges ist die Klimaanlage ausgefallen, einsteigen ist am kompletten ICE 107 von Köln nach Basel nicht mehr möglich. In den Gängen stapeln sich verschwitzte Menschen mit hochroten Köpfen.“

Der Zugführer habe wiederholt Durchsagen gemacht, dass die Passagiere ohne Sitzplatz wieder aussteigen müssten. Er habe Angst mitten auf der Strecke anhalten zu müssen, weil Menschen kollabieren. Unter den Passagieren seien auch etliche Familien mit Kindern, die in ihrer Not Sitzplatz-Verhandlungen aufnehmen.

Mittlerweile steht fest: Der Zug fällt komplett aus, weil Fahrgäste das Personal inzwischen „massiv angreifen“ – beschimpfen und bedrohen. „Manche Passagiere weigern sich auszusteigen, die holt jetzt die Polizei raus“, berichten die FOCUS-Online-Reporter vor Ort.

Deutscher Wetterdienst bestätigt neuen Hitzerekord von 42,6 Grad

12.16 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den neuen deutschen Hitzerekord von 42,6 Grad im niedersächsischen Lingen bestätigt. Der am Donnerstag gemessene Wert sei korrekt, sagte ein Sprecher am Freitag.

Hitze-Rekorde auch in Frankreich gebrochen

12.00 Uhr: In Frankreich sind wegen der Hitze mehrere tausend Hektar Vegetation in Flammen aufgegangen. Betroffen waren am Donnerstag auch Gegenden wie die Normandie, die selten von Bränden heimgesucht werden, wie die Behörden mitteilten. 

„Bei Dürre und Hitze verursacht der kleinste Funkte ein Feuer“, sagte ein Sprecher der Präfektur im Verwaltungsbezirk Loiret südlich von Paris. Dort gingen insgesamt rund 600 Hektar Wälder und Heufelder in Flammen auf. Im Département Eure im Norden des Landes verbrannten fast 800 Hektar Vegetation. In beiden Regionen mussten einige Wohnhäuser evakuiert werden, Verletzte gab es nicht.

Südwestlich von Paris musste zeitweise die Autobahn A11 zwischen den Städten Chartres und Ablis gesperrt werden. Der Rauch von brennenden Feldern erschwerte massiv die Sicht. Landesweit waren mehr als tausend Feuerwehrleute im Einsatz, die die Brände weitgehend unter Kontrolle brachten. Für das Wochenende sagen die Meteorologen in Frankreich eine massive Abkühlung auf Werte von teils unter 20 Grad Celsius voraus.

Mehrere französische Städte hatten am Donnerstag neue Hitzerekorde aufgestellt. In Paris maß der Wetterdienst ein Allzeithoch von 42,6 Grad Celsius.

Deutschland-Wetter: Hitzewarnungen für Westen und Süden des Landes

10.17 Uhr: Etwas kühler soll es zwar heute in Deutschland werden – dennoch hat der Deutsche Wetterdienst wieder für große Teile des Landes Hitzewarnungen ausgegeben. Vor extremer Hitze am Freitag wird in den folgenden Bundesländern gewarnt:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Saarland
  • Rheinland-Pfalz
  • Hessen
  • Thüringen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Niedersachsen (außer Nordosten des Bundeslandes)
  • Sachsen-Anhalt (außer Nordosten des Bundeslandes)

Im Südwesten Deutschlands galten Unwetterwarnungen, betroffen waren die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und die Stadt Freiburg sowie der Kreis Lörrach. Inzwischen sind die Unwetter-Warnungen jedoch wieder aufgehoben worden.

Mitten in Hitzewelle zeigen sich auf den Gletschern die Folgen des Schneechaos

09.54 Uhr: Auch wenn das Schneechaos vom Januar bei den heißen Temperaturen weit weg scheint, wirkt es noch immer nach: Die Gletscher in den bayerischen Alpen profitieren zumindest kurzzeitig noch immer von den Massen an weißer Pracht. „Durch die dicke Schneedecke haben wir sozusagen in diesem Jahr einen gewissen Puffer, der die hohen Temperaturen etwas abfängt“, berichteten die Wissenschaftler der Forschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze.

Der Gletscher auf Deutschlands höchstem Berg (2962 Meter) bei Garmisch-Partenkirchen sei bis auf zwei kleine Stellen komplett mit Schnee bedeckt. Langfristig werde sich in den bayerischen Alpen aber kein Gletscher halten können. „Gegenmaßnahmen sind keine möglich.“

Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes nannte die Temperaturwerte auf der Zugspitze während der Hitzewelle „außergewöhnlich“, aber nicht in der Nähe von Rekorden. Am wärmsten war es dort 1957 mit fast 18 Grad. Am Donnerstag und Mittwoch lagen die Werte bei über 13 Grad.

Wetter in Deutschland: Hitze-Rekorde an 15 Messstationen

06.21 Uhr: Dass der bisherige Rekord von 40,3 Grad aus dem Jahr 2015 so deutlich übertroffen wurde und gleich an mehreren Orten höhere Werte erfasst wurden, sorgte auch international für Aufsehen. Die Weltorganisation für Meteorologie twitterte die Werte unter Berufung auf den DWD mit den Worten: „Ein Tag, der Wettergeschichte schreiben wird.“

Der DWD selbst schrieb zu den Ergebnissen am Abend: „Heiß, heißer, Deutschland – Ein Tag für die Wettergeschichte“. Demnach wurden an 25 Messstationen 40 Grad oder mehr gemessen, an 15 Stationen wurde der Rekordwert aus Kitzingen übertroffen.

Eine Temperaturfrage blieb allerdings vorerst unbeantwortet: Noch war nicht völlig ausgeschlossen, dass die Messstation in Geilenkirchen, wo am Mittwoch zuerst der Rekord von 2015 geknackt worden war, wieder für eine Überraschung sorgt. Da an der externen Messstation, die nicht zum DWD-Messnetz gehört, eine Übung stattfand, lagen von dort am Donnerstag noch gar keine Werte vor.

Feuerwehrmänner kämpfen gegen Flächenbrände und kollabieren

23.41 Uhr: Mehrere Flächenbrände haben am Donnerstag Feuerwehren in Oberfranken gelöscht. Es habe eine zweistellige Zahl an Bränden verteilt über den gesamten Regierungsbezirk gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Bayreuth. In mehreren Fällen seien wahrscheinlich heißgelaufene Maschinen aus der Landwirtschaft Ursache gewesen.

In Ebensfeld (Landkreis Lichtenfels) etwa ging ein Mähdrescher in Flammen auf, das Feuer griff auf ein Feld über. In Lisberg (Landkreis Bamberg) brannte ein Traktor mit zwei Anhängern. Andere Brände seien vermutlich durch die anhaltende Trockenheit begünstigt worden, sagte ein Sprecher des Landratsamts Bamberg.

In Mitwitz (Landkreis Kronach) brannte ein abgeerntetes Feld. Obwohl die Feuerwehr schnell anrückte, breitete sich das Feuer mit hoher Geschwindigkeit aus und griff auf mehrere Gärten über, wie die Polizei mitteilte. Ein Anwohner versuchte mit dem Gartenschlauch, die Flammen im Garten zu löschen – sein Schuppen wurde jedoch leicht angebrannt. Wegen der sommerlichen Hitze kollabierten vier Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Ein Anwohner musste mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Wasser aus Pool musste herhalten

Auch m Vogelsbergkreis haben 160 Feuerwehrleute der Hitze getrotzt und zwei Flächenbrände gelöscht. Am Donnerstagmittag bemerkte ein Traktorfahrer, dass seine Ballenpresse in Brand geriet, wie die Polizei mitteilte. Zwar konnte er das Gerät abkoppeln, die Flammen des lichterloh brennenden Geräts schlugen aber bereits auf das Getreidefeld über. Fünf Hektar des Feldes standen daraufhin in Brand.

Feuerwehren aus dem Landkreis Vogelsberg und Schwalm-Eder-Kreis kämpften gegen das Feuer, wie Daniel Schäfer, Stadtbrandinspektor von Alsfeld sagte. Unterstützt wurden sie von Landwirten, die mit ihren Fahrzeugen Löschwasser zur Einsatzstelle brachten.

Eine besondere Herausforderung seien nicht nur Temperaturen um die 40 Grad gewesen. Auch ein paralleler Einsatz bei Herfa forderte die Feuerwehr. Hier brannte ebenfalls ein Feld auf einer Fläche von etwa einem Hektar. Auch hier musste schnell Löschwasser her. Dafür pumpte die Feuerwehr sogar einen Gartenpool aus. Am frühen Abend waren beide Feuer gelöscht. Bei den Flächenbränden wurde niemand verletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 200 000 Euro.

21.25 Uhr: Das FOCUS-Online-Reporter-Team ist in Lingen angekommen. Die Innenstadt scheint schier leer gefegt. „Verzweifelt haben wir uns auf die Suche gemacht, um echte Lingener zu finden. Viele sind wohl bereits vor der Hitze geflohen. Ein paar konnten wir aber dennoch auftun: Vor allem bei einem kühlen Bier lässt sich die Hitze gut ertragen. Den Hitzerekord feiern die Lingener nur mäßig, denn ihnen sind seine Hintergründe durchaus bewusst. Die gute Laune haben sie sich aber dennoch nicht nehmen lassen. Prost!“

Ein Tag für die Wettergeschichte: 15 Orte knacken alten Hitze-Rekord

20.30 Uhr: Am Ende dieses Wahnsinnstages zieht der DWD Bilanz:

  • An 25 Wetterstationen in Deutschland wurden heute 40 Grad oder mehr gemessen.
  • Gleich 15 Stationen überschritten den alten Wärmerekord von 40,3 Grad aus dem Jahr 2015.
  • Der neue Rekord von 42,6 Grad überbot den alten Rekord um satte 2,3 Grad.

Acker in Brand: Züge zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet

19.45 Uhr: Weil in der Nähe von Neustadt (Dosse) in Brandenburg ein Acker in Brand geraten war, müssen Bahnreisende sich in Geduld üben: Züge auf der ICE-Strecke zwischen Berlin und Hamburg werden in beide Fahrtrichtungen wegen des Feuers und der Löscharbeiten über Stendal umgeleitet. Das twitterte die Deutsche Bahn am frühen Abend. Für die Reisenden bedeutet dies eine um 90 Minuten längere Fahrzeit.

Temperatur in Lingen geht deutlich zurück

18.24 Uhr: Der vorläufige und noch nicht überprüfte Rekordwert aus Lingen von 42,6 Grad dürfte für heute der Höchstwert bleiben. Um 17.50 Uhr wurden in Lingen laut DWD „nur noch“ 40,3 Grad gemessen. Weitere Stationen mit mehr als 40 Grad um diese Uhrzeit waren Tönisvorst (40,9), Duisburg-Baerl (40,5), Köln-Stammheim (40,5), Kleve (40,4) und Düsseldorf (40,0).

Unsere Wetter-Reporter Jasmin Larmache und Niklas Scheuble sind bereits auf dem Weg in Deutschlands Hitze-Zentrum. „Die Temperaturen in Köln waren schon brutal. Kaum macht man zwei Schritte aus der Tür, schon ist man wieder klatschnass. Aber davon lassen wir uns nicht beirren – ab nach Lingen.“

42,6 Grad in Lingen – die Hitze-Rekordjagd ist noch nicht vorbei

17.49 Uhr: Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht: Die Messstation des Deutschen Wetterdiensts in Lingen hat um 17 Uhr tropische 42,6 Grad gemeldet. Lingen könnte also sogar noch an der 43-Grad-Marke kratzen. Der vorläufige Wert von 42,6 Grad muss jedoch noch überprüft werden, wie der DWD zwischenzeitlich mitgeteilt hat.

Das sind die aktuellen Temperaturen in Deutschland:

Wieder Brand auf früherem Truppenübungsplatz bei Jüterbog

17.44 Uhr: Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Brandenburg) ist erneut ein Brand ausgebrochen. Eine große Rauchwolke sei zu sehen, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle der Feuerwehr. Aufgrund der dort vorhandenen Kampfmittel würden aus Sicherheitsgründen keine Feuerwehrleute zum Löschen in das Gebiet geschickt.

Unklar ist demnach, wie groß die betroffene Fläche ist. Erst im Juni hatte es an anderer Stelle auf dem Areal des Truppenübungsplatzes einen verheerenden Waldbrand gegeben. Nach einer Woche konnte er unter Kontrolle gebracht werden. Zeitweise brannten 744 Hektar – eine Fläche größer als 1000 Fußballfelder. Es war der größte Waldbrand in Brandenburg bislang.

Düsseldorfer Notaufnahme versorgt mehr Patienten wegen Hitze

Eintrag von 12..42 Uhr: Bereits am Vormittag knackten die Temperaturen in Düsseldorf die 30-Grad-Marke. Ammar Ghouzi, Leiter der Notaufnahme an der Düsseldorfer Schön Klinik, hat allein heute fünf Patienten wegen der Hitze behandelt – vier davon mussten stationär aufgenommen werden. Gestern kamen 15 Patienten allein wegen der Hitze in seine Notaufnahme. „Vor allem alte Leute haben Probleme mit der Hitze, gestern und heute aber besonders auch alle Menschen, die draußen arbeiten – zum Beispiel Bauarbeiter“, erklärt er den FOCUS-Online-Reportern Jasmin Larmache und Niklas Scheuble. Bei den aktuellen Temperaturen rät der Mediziner, besonders darauf zu achten, genügend zu trinken. „Am besten Wasser“, erklärt er. Zuckerhaltige Getränke hingegen können keinen Durst stillen und sogar einen negativen Effekt haben. Sport sollten Sie in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen und Kopf und vor allem Hirn mit einem Sonnenhut schützen.

Lingener Oberbürgermeister zum Rekord: Hatte so eine Vorahnung

17.40 Uhr: Bei großer Hitze war Lingen im Emsland schon öfter weit vorn. Dieter Krone, Oberbürgermeister der 58.000 Einwohner zählenden Stadt, hatte nach eigenen Worten gegen Mittag so eine Vorahnung. „Ich habe mir die Temperaturwerte in Deutschland angeschaut, und da waren wir schon ganz vorne dabei“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Prompt gab der parteilose Politiker den rund 500 Bediensteten der Stadtverwaltung ab 15.00 Uhr hitzefrei. „Wenn man der heißeste Ort Deutschlands ist, darf man das auch tun“, sagte Krone. Nur das Bürgerbüro war am Donnerstag mit zwei Mitarbeitern noch bis 17.00 Uhr besetzt. Krone selbst saß am späten Nachmittag bei „nur“ 32 Grad in seinem Büro – in der weitgehend verwaisten Stadtverwaltung. „Da ist zuletzt einiges liegengeblieben.“

Hohe Temperaturen sind in Lingen schon oft gemessen worden, oft war es in den vergangenen Jahren dort zumindest niedersachsenweit am heißesten. Sorgen bereitet Krone derzeit aber nicht zuerst die Hitze, sondern die Trockenheit: „Das ist das große Problem. Mensch und Tier leiden enorm.“

Lingen meldet unglaubliche 42 Grad

17.19 Uhr: Ist das der neue Allzeit-Hitzerekord oder geht da noch mehr? In Lingen im Emsland sind inzwischen 42,0 Grad gemessen worden. Der Wert wurde um 16.50 Uhr gemessen und bedeutet einen – noch inoffiziellen – historischen Temperaturrekord.

 

Paris knackt eigenen Rekord mit 42,4 Grad

17.15 Uhr: Ein kurzer Blick nach Frankreich zeigt, auch dort purzeln sämtliche Rekorde. So hat Paris seinen Hitzerekord geknackt. Mit mehr als 42 Grad war es in der französischen Hauptstadt am Donnerstag so heiß wie nie zuvor seit Beginn der Temperaturaufzeichnung, wie der Wetterdienst France Météo mitteilte. Gemessen wurde die Rekordhitze am Park Montsouris im Süden der Metropole. Um 15.20 Uhr verzeichneten die Meteorologen dort 42,4 Grad. Der bisherige Rekord liegt bereits mehr als 70 Jahre zurück: Am 28. Juli 1947 wurden in Paris 40,4 Grad gemessen.

Lingen steht kurz vor der 42-Grad-Marke

16.49 Uhr: Es purzeln alle Rekorde: Lingen im Emsland meldet nun stolze 41,9 Grad. Der Wert wurde um 16.10 Uhr gemessen. Auf Platz 2 liegt derzeit Tönisvorst in NRW mit 41,2 Grad. Die Messstation in Köln-Stammheim folgt dahinter mit 40,5 Grad. Das Rennen um den Rekordwert bleibt spannend.

16.46 Uhr: Deutschland schwitzt wie noch nie: Lingen im Emsland ist derzeit mit 41,6 Grad nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der heißeste Ort in Deutschland. Der Lingener Rekord, der noch überprüft werden muss, könnte aber durchaus noch einmal purzeln. „Das ist ein vorläufiger Zwischenstand“, betonte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. „Ich lege nicht die Hand dafür ins Feuer, dass es bei diesem Wert bleibt.“ Die höchsten Temperaturen des Tages werden normalerweise zwischen 16.00 und 17.00 Uhr erwartet.

Lingen liegt weiter vorne, auch in Köln rund 41 Grad gemessen

16.18 Uhr: Und das Thermometer steigt weiter im niedersächsischen Lingen. Um 15.50 Uhr meldete die Wetterstation des DWD 41,6 Grad. Es ist das erste Mal in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen, dass mehr als 41 Grad gemeldet wurden. Damit ist die Stadt im Emsland ein heißer Kandidat für den Top-Wert am heutigen Tag. Dicht dahinter folgt aktuell die Messstation in Köln-Stammheim mit gemessenen 40,8 Grad. Den dritten Platz belegt im Moment Tönisvorst bei Krefeld mit 40,7 Grad. Lingen wird der Rekord am heutigen Tag wohl nur schwer zu nehmen sein. Die Werte sind seitens des DWD aber noch nicht offiziell bestätigt.

Neuer vorläufiger Rekord! DWD misst 41,5 Grad in Lingen

15.50 Uhr: Und es geht weiter: In Lingen an der Ems (Niedersachsen) meldete eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes um 15.10 Uhr satte 41,5 Grad. Das wären 0,9 Grad mehr als die momentane Rekordmessung in Bonn. Bereits um 14.50 Uhr war in Lingen ein neuer Rekord von 40,9 Grad gemessen worden.

 

Schifffahrt auf der Donau könnte teilweise eingestellt werden

15.20 Uhr: Der Hitze-Schwerpunkt liegt aktuell im Westen Deutschlands. Doch auch im übrigen Land ist es extrem heiß und trocken. Die lange Trockenheit und der fehlende Regen bereiten etwa der Schifffahrt in Bayern auf der Donau Probleme. Wegen der fallenden Pegelstände rechnet das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt des Bundes damit, dass Ende der Woche zwischen Straubing und Vilshofen keine Hotelschiffe mehr fahren können.

Wegen der anhaltenden Trockenheit ließ die Regierung von Oberbayern zudem Flugzeuge zur Beobachtung der Wälder in die Luft steigen. Weitere Flüge seien für Freitag geplant, hieß es in einer Mitteilung. Der fehlende Regen verschärfte die Gefahr vor Waldbränden im Freistaat. Der DWD wies auf eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr hin, rechnet aber zum Wochenende und zu Beginn der neuen Woche mit einer Entspannung.

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Bonn steuert auf 41 Grad zu

15.05 Uhr: Jetzt hat offenbar Bonn den alleinigen Hitze-Rekord. Die Temperatur ist auf 40,6 Grad gestiegen. Die Temperatur wurde um 14.20 Uhr an einer Station aus dem Netz des Deutschen Wetterdienstes in Bonn-Roleber gemessen, sagte ein DWD-Sprecher. Dies sei aber nur ein Zwischenstand mit vorläufigen Mess-Ergebnissen.

Besonders am Rhein und seinen Nebenflüssen rechnen Meteorologen am Donnerstagnachmittag mit erneut rekordverdächtigen Temperaturen. Die Wärmebelastung bleibe „weiterhin stark bis extrem“, erläuterte der DWD-Meteorologe Tobias Reinartz in Offenbach. Die höchsten Werte seien in den Flussniederungen von Rhein, Mosel und Saar zu erwarten.

Wetterexperte Jan Schenk rechnet mit bis zu 43 Grad in Bonn

14.35 Uhr: Die Hitze schlägt mit voller Wucht zu. Wetterexperte Jan Schenk: „Schon um 13:20 Uhr sind es in Bonn 40,5 Grad. Die Hitze übertrifft selbst die höchsten Modellrechnungen. Die 42 Grad in Bonn sind am Donnerstag sehr realistisch, vielleicht sogar mehr! Am Mittwoch stieg das Thermometer nach 13 Uhr noch um 3 Grad. Legt man das zugrunde könnte es auch 43 Grad heiß werden.“

Auch Paris hat seinen Hitzerekord geknackt. Mit 40,6 Grad war es Donnerstagmittag in der französischen Hauptstadt so heiß wie nie zuvor seit Beginn der Temperaturaufzeichnung, wie der Wetterdienst France Météo mitteilte. Gemessen wurde die Rekordhitze am Park Montsouris im Süden der Metropole. Es dauerte auch nicht lange, da stiegen die Temperaturen noch weiter an. Bis zu 42 Grad hatten die Meteorologen für Donnerstag angekündigt. Der bisherige Rekord liegt bereits 70 Jahre zurück: Am 28. Juli 1947 wurden 40,4 Grad gemessen.

Bahn bietet wegen Hitze kostenlose Ticket-Stornierung an

14.27 Uhr: Bahn fahren ist bei Temperaturen jenseits der 35 Grad kein Vergnügen. Die Deutsche Bahn bietet ihren Kunden nun an, bereits gekaufte Fahrkarten kostenlos zu stornieren oder die Reise zu verschieben. Das teilte die Bahn am Donnerstag mit. Demnach könnten Fernverkehrs-Tickets für Reisen am 25. und 26. Juli wegen der Hitze kostenlos storniert oder eine Fahrt bis zum 4. August 2019 auf einen anderen Tag verschoben werden. Die Fahrkarten behalten laut Bahn ihre Gültigkeit, die Zugbindung für diese Tickets wird aufgehoben. Die Sonderkulanzregelung gelte für alle Angebote, inklusive Spar- und Supersparpreise. Auch Platzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden.

Weser zu warm: Atomkraftwerk Grohnde wird abgeschaltet

14.01 Uhr: Das Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen soll wegen der steigenden Wesertemperatur voraussichtlich am Freitag gegen Mittag abgeschaltet werden. Dann werde für das Flusswasser die kritische Temperaturgrenze von 26 Grad erwartet, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums am Donnerstag. Zum Schutz des Ökosystems der Weser dürfe dann kein wärmeres Wasser mehr in den Fluss geleitet werden.

Sobald sich die Weser nachhaltig abkühle, werde der Betrieb wieder aufgenommen, teilte die Betreibergesellschaft Preussen Elektra mit. Dies werde voraussichtlich am Sonntag der Fall sein.

Das Wasser der Weser wird in Grohnde zur Kühlung des Atommeilers genutzt und anschließend wieder in den Fluss geleitet. Weil die Weser derzeit vergleichsweise wenig Wasser führe, erhitze sie sich deutlich schneller als in Zeiten höherer Pegel, sagte die Ministeriumssprecherin.

Beim zweiten niedersächsischen Atomkraftwerk im emsländischen Lingen sei die Lage anders, sagte die Sprecherin. Zum einen werde das Kühlwasser dort anlagenbedingt weniger stark erhitzt als in Grohnde. Zum anderen werde es zum Abkühlen zunächst in ein spezielles Becken geleitet, bevor es schließlich wieder in die Ems gelange. Trotz der gegenwärtigen Hitze sei deshalb in Lingen nicht mit einem Abschalten des Atomkraftwerks zu rechnen.

Rekord schon eingestellt: Bonn-Roleber misst 40,5 Grad

13.58 Uhr: Schon vor 14 Uhr ist der gestrige Hitzerekord eingestellt. In Bonn-Roleber misst eine Station des Deutschen Wetterdienstes 40,5 Grad. Der DWD muss die Messung allerdings noch bestätigen. Die Tageshöchstwerte werden erst in einigen Stunden erwartet.

Deutlich heißer als gestern: Bonn ist auf dem Weg zum Hitzerekord

13.33 Uhr: Der neue Hitzerekord ist nun bestätigt. Doch am Donnerstag wird es nach Vorhersage von Wetter-Experte Jan Schenk noch heißer. Aktueller Spitzenreiter ist Bonn mit 38,2 Grad. Vor 24 Stunden war es mit 35,7 Grad in Bonn ganze 2,5 Grad kühler. Schenk: „Es würde mich sehr wundern, wenn die Spitzenwerte unter 41 Grad bleiben.“

Deutscher Hitzerekord in Geilenkirchen offiziell anerkannt

12.53 Uhr: Da ist der neue Rekord! Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstagmittag das Ergebnis seiner Prüfung des am Mittwoch gemessenen Temperaturrekords in Geilenkirchen bekanntgegeben. Der DWD „bestätigt einen neuen Temperaturrekord für Deutschland: 40,5°C, gemessen am 24. Juli in Geilenkirchen“, teilte der Wetterdienst via Twitter mit.

Wetter in Deutschland: Bauern rechnen mit weiteren Einbußen

12.48 Uhr: Thomas Decker ist Landwirt und Mitglied im Rheinischen Landwirtschaftsverband und kämpft mit dem heißen und trockenen Sommer. Im Jahr 2018 kostete ihn die Dürre etwa 20 bis 30 Prozent seiner Kartoffelernte, wie er FOCUS-Online-Reporterin Jasmin Larmache erzählt.

Für diesen Sommer hofft er noch auf mehr Regen – allerdings habe es bereits im Winter nicht genügend Niederschlag gegeben, so dass jetzt Ober- und Unterboden staubtrocken sind. Vermutlich, so der Landwirt, werde die Kartoffelernte auch dieses Jahr verlustreich ausfallen. Das könnte letzten Endes auch Folgen für den Verbraucher haben: Denn gibt es nicht genug Kartoffeln, steigt auch der Preis im Supermarkt.

SC Paderborn sagt wegen Hitze Nachmittagstraining ab

12.07 Uhr: Vor der extremen Hitze kapituliert nun auch der erste Fußball-Club. Wegen der Hitze hat Bundesligist SC Paderborn am Donnerstag sein Nachmittagstraining abgesagt. Das gab der Verein via Twitter bekannt. Die Paderborner absolvierten am Donnerstag nur eine Einheit um 09.00 Uhr morgens. In Paderborn hatte es bereits um 12 Uhr mittags Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke.

Wetterexperte Jan Schenk erwartet am Niederrhein Temperaturen wie in Nordafrika

11.35 Uhr: Die spannende Frage lautet: Wo in Deutschland wird heute ein neuer Hitzerekord aufgestellt? Dass der Rekordwert aus Geilenkirchen vom Mittwoch heute geknackt wird, gilt als ziemlich sicher. Jan Schenk, Chef-Meteorologe The Weather Channel, gibt gegenüber FOCUS Online eine Prognose ab: „Die historische Hitzewelle geht weiter. Ich erwarte am Donnerstag einen neuen Hitzerekord. Am Niederrhein wird es so heiß wie in Nordafrika. 42 Grad sind am Donnerstag möglich, auch in Köln und Düsseldorf.“ Selbst in Dubai sei es kühler als in Dortmund, so Wetterexperte Schenk.

Bürgermeister von Hitze-Hotspot Geilenkirchen spendiert Eis

11.03 Uhr: In der Hitzehochburg Geilenkirchen will Bürgermeister Georg Schmitz an diesem Donnerstag seinen rund 150 Rathaus-Mitarbeitern Eis ausgeben. „Wir haben schon bei der Eisdiele angerufen“, sagte Schmitz am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.

Am Mittwoch waren in der Stadt nahe der niederländischen Grenze auf einem Militärgelände 40,5 Grad gemessen worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) überprüft diese Messung noch. Sollte der Wert bestehen bleiben, wäre das ein neuer Hitzerekord für Deutschland. „Wir waren schon öfter der heißeste Ort Deutschlands“, sagte Schmitz. Der DWD habe die Messungen der Station nach Prüfungen immer anerkannt. Bei einem Thermometer bei sich im Garten, das in der Sonne hing, habe er am Mittwoch sogar 47,5 Grad gemessen.

Sich selbst bezeichnete Schmitz scherzhaft als „heißesten Bürgermeister Deutschlands“. Trotz Erfahrungen mit Hitze würden vor allem die alten Menschen in der Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern unter den aktuellen Temperaturen leiden. „Die Leute sagen: „Boa, ist das heiß“.“ Er habe am Donnerstag beobachtet, dass viele Menschen früh einkaufen gegangen seien, um dann im Laufe des Tages in den etwas kühleren Wohnungen bleiben zu können.

DWD entscheidet, ob Hitze-Rekord offiziell anerkannt wird

10.33 Uhr: Mit 40,5 Grad war es am Mittwoch in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen so heiß wie noch nie in Deutschland. Doch der Rekordwert könnte schon heute wieder Geschichte sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Donnerstag im Westen noch heißere Temperaturen.

Der DWD will am Donnerstag klären, ob der bei der Messstation in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen gemessene Temperatur-Höchstwert offiziell anerkannt wird. Die Messstelle gehört nicht zum DWD-Netz, sondern zur Bundeswehr.

Sollten die gemessenen 40,5 Grad offiziell werden, würden sie als der höchste Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnung gelten. Mit 40,3 Grad waren im unterfränkischen Kitzingen im Jahr 2015 die bundesweit bislang heißesten Temperaturen gemessen worden. Die Daten der Wetterexperten gehen bis ins Jahr 1881 zurück.

Das Ergebnis der Prüfung könnte aber nur kurze Zeit Bestand haben: Die DWD-Experten gehen von weiter steigenden Temperaturen aus. „Es wird noch heißer“, kündigte ein DWD-Sprecher an. Die Meteorologen gehen davon aus, dass eine Stadt in Nordrhein-Westfalen auf der offiziellen DWD-Hitze-Hitliste die neue Nummer eins werden kann. Die Region zwischen Kölner Bucht und Niederrhein haben die Fachleute dabei besonders im Blick.

Hitze und verbogene Schienen: Weiße Farbe soll Abhilfe schaffen

09.28 Uhr: Die große Hitze kann Bahnschienen verbiegen – ob das mit dem Anstrich weißer Farbe verhindert werden kann, wird jetzt getestet. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben bei Bludenz rund 60 Kilometer südlich von Lindau am Bodensee gerade fünf Kilometer Schienen weiß angemalt. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) testen weiße Farbe an heißen Tagen auf Abstellgleisen in der Nähe von Solothurn. Auch die Deutsche Bahn (DB) hat seit Anfang Juli einen Versuch auf einem Testgelände laufen, wie eine Sprecherin sagt.

„Studien zeigen, dass mit dem hellen Anstrich die Schienen bis zu sieben Grad kühler bleiben“, sagt SBB-Sprecher Reto Schärli. In der Schweiz ist das Problem akut: so waren am Mittwoch einige S- und Regionalbahnstrecken bei Zürich, im Aargau und bei Genf wegen Gleisschäden zeitweise unterbrochen. Als Ursache werde die Hitze vermutet, sagte ein SBB-Sprecher am Abend. In Deutschland hatte die Schmalspurbahn „Molli“ bei Heiligendamm an der Ostsee im Juni den Verkehr zeitweise eingestellt, weil Schienen verbogen waren.

Schienen sind die Stahlteile, auf denen der Zug fährt, mit Gleis wird die ganze Fahrspur mit Schienen und Schwellen bezeichnet.

Schienen könnten nach Angaben des SBB-Sprechers bei andauernd großer Hitze bis zu 70 Grad heiß werden. „Bei diesen Verhältnissen will sich das lückenlos verschweißte Gleis ausdehnen, dabei entstehen vor allem in Kurven Querkräfte, die zur Verformung der Gleise führen können“, erläutert er. Im Fachjargon heißt das Gleisverwerfung.

Die Rhätische Bahn im Schweizer Kanton Graubünden hat erste Tests schon 2018 durchgeführt. Die Temperatur der Schienen sei zwar um fünf bis sieben Grad niedriger gewesen, aber der Effekt sei nicht „durchschlagend“ gewesen, sagt Sprecherin Yvonne Dünser. „Wir testen deshalb weiter, auf einigen hundert Metern an exponierten Stellen.“

Im fränkischen Würzburg (Bayern) wurden kürzlich Straßenbahnschienen weiß getüncht. „An sehr heißen Tagen haben wir hier zuvor an den Schienen 60 Grad Celsius gemessen“, sagt Jürgen Dornberger, Sprecher der Würzburger Verkehrs-GmbH. Beim Hitzehoch Anfang Juli habe sich die Farbe bewährt: Die Gleise seien um acht Grad kühler gewesen. Dabei sei es keine Spezialfarbe; nur der Farbton als solcher wirke.

Wetter in Deutschland: Hitze-Warnungen für fast gesamtes Bundesgebiet

09.25 Uhr: Auch am Donnerstag hat der Deutsche Wetterdienst wieder Warnungen vor extremer Hitze in fast ganz Deutschland ausgesprochen – ausgenommen ist lediglich der Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns.

Seen rund um Hannover trocknen aus

07.10 Uhr: Die anhaltende Trockenheit und die große Hitze hinterlassen ihre Spuren. Rund um Hannover trocknen aktuell die Seen aus. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, ist der Würmsee in Burgwedel bereits nahezu leer. Viele Fische seien bereits verendet, heißt es. Und auch die Ricklinger Kiesteiche sind bedenklich ausgetrocknet.

Die „Bild“-Zeitung zitiert hierzu den Vorsitzenden des örtlichen Fischereivereins: „Wir stehen kurz vor einem Massensterben, mehrere Tonnen Fisch und Muscheln sind akut bedroht.“ Ein Biologe fügt hinzu, der Wasserstand sei um 40 Zentimeter gesunken. Neben der Dürre ist es ein Problem, dass aus den Kiesteichen Wasser in den Maschsee gepumpt wird, um dessen Austrocknung zu verhindern.

Wetter am Donnerstag: „Es wird noch heißer“

06.10 Uhr: Am Donnerstag prüft der DWD, ob der Hitzerekord von Geilenkirchen offiziell anerkannt wird (siehe Eintrag 23.08 Uhr). Egal, wie es ausgeht, das Ergebnis der Prüfung könnte nur kurze Zeit Bestand haben: Die DWD-Experten gehen von weiter steigenden Temperaturen aus. „Es wird noch heißer“, kündigte ein DWD-Sprecher an.

Die Meteorologen gehen davon aus, dass eine Stadt in Nordrhein-Westfalen auf der offiziellen DWD-Hitze-Hitliste die neue Nummer eins werden kann. Die Region zwischen Kölner Bucht und Niederrhein haben die Fachleute dabei besonders im Blick.

Flächenbrand bei Trier – Rauchschwaden ziehen über die A1

Donnerstag, 25. Juli, 05.45 Uhr: Ein Flächenbrand im Kreis Trier-Saarburg hat einen Streckenabschnitt der Autobahn 1 mit Rauch überzogen. Zwischen Schweich und Föhren brannte am Mittwochabend ein etwa drei Hektar großes Weizenfeld, wie die Polizei mitteilte. Bis zu 100 Feuerwehrleute aus zehn Feuerwehren der Region kämpften gegen die Flammen und löschten das Feuer. Die Landstraße neben der Autobahn war für mehrere Stunden gesperrt. Ein Feuerwehrmann brach aufgrund der hohen Temperaturen zusammen und kam in ein Krankenhaus. Autofahrer wurden über das Radio vor Sichteinschränkungen durch Rauch auf der A1 gewarnt, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte.

Sehen Sie im Video: Aufgestaute Hitze: Mit einem einfachen Trick kühlen Sie Ihr Auto schnell ab

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