Wegen Vorbereitung einer "staatsgefährdenden Gewalttat" – Razzien in mehreren Bundesländern

Wie die Staatsanwaltschaft weiter bekannt gab, richten sich die Maßnahmen gegen tschechnisch-stämmige Beschuldigte aus dem islamistischen Milieu.

Die Razzien dauerten am Vormittag noch an. Durchsuchungen gab es in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Die Razzien richteten sich gegen „tschetschenischstämmige Beschuldigte aus dem islamistischen Milieu“, schrieb die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Morgen auf Twitter.

Weitere Einzelheiten gab die Behörde zunächst nicht bekannt. Auch die Berliner Polizei sagte nichts zu den Aktionen.

Nach Informationen von dpa-Reportern gab es in Berlin eine Durchsuchung in Marzahn-Hellersdorf im Erdgeschoss eines sechsgeschossigen Gebäudes.

Mehrere Festnahmen in Berlin und Brandenburg

Weitere Einzelheiten veröffentlichte die Behörde bislang nicht. Wie die „B.Z.“ schreibt, soll es unter anderem im brandenburgischen Seelow Durchsuchungen gegeben haben, in Ludwigsfelde soll es zu mindestens einer Festnahme gekommen sein. In Berlin-Hellersdorf wurden mehrere Personen festgenommen.

Tschetschenien: eine Konfliktregion

Die Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus an der Grenze zu Georgien gilt seit Jahrzehnten als Konfliktregion. Nach langer Flucht vor Krieg und Terror leben heute ethnische Tschetschenen in aller Welt verstreut. Nach dem Zerfall der Sowjetunion verhinderte Moskau eine Abspaltung des Gebietes in zwei mit Zehntausenden Toten. Terroristen trugen den Kampf immer wieder nach außen.

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