+++ Gute Nachrichten +++ – Hochwasser schließt 3-Jährige ein, doch nach 24 Stunden passiert kleines Wunder

Aktualisiert am Donnerstag, 16.01.2020, 19:54

Verbrechen, Streit und Katastrophen: Die Nachrichtenwelt konzentriert sich naturgemäß stark auf negative Ereignisse. In diesem News-Ticker setzen wir ein Gegengewicht – mit großen und kleinen Geschichten über Glück, Gelingen und Entwicklungen, die Hoffnung machen.

Hochwasser schließt 3-Jährige ein, doch nach 24 Stunden passiert kleines Wunder

19.42 Uhr: In Australien ist die dreijährige Matilda am Mittwoch beim Spazierengehen mit ihrem Hund von einem übertretenden Fluss eingeschlossen worden. Schwerer Regen hatte in der Region dazu geführt, dass die Wasserpegel anstiegen und Gewässer über die Ufer traten.

Als die Dreijährige unterwegs war, begann es heftig zu regnen und sie wurde mit ihrem Jack Russell eingeschlossen. Als das Kind nicht zurückkehrte, alarmierten ihre Eltern die Rettungskräfte, eine große Suchaktion begann. Doch erst nach knapp 24 Stunden dann die erlösende Nachricht: Der Pilot eines Hubschraubers sah das kleine Mädchen zufällig in 3,5 Kilometern Entfernung von ihrem Zuhause.

Matilda war zwar mit Matsch beschmiert, ansonsten jedoch wohl auf. Ihr Hund war bei ihr geblieben und hatte sie laut Polizei beschützt. Auf Facebook teilte die Western Australia Police Force dann die Geschichte ihrer glücklichen Rettung.

Lang ersehnter Regen fällt nach Buschbränden in Australien – Feuerwehr erleichtert

12.11 Uhr: In Teilen der Buschbrandgebiete Australiens ist am Donnerstag lang ersehnter Regen gefallen. Im Bundesstaat New South Wales, wo viele der schlimmsten Feuer wüteten, habe es „gute Regenfälle“ gegeben, teilte die örtliche Wetterbehörde mit. Die Feuerwehr sprach von einer Erleichterung für die seit Wochen im Dauereinsatz gegen die flammenden kämpfenden Feuerwehrleute.

Zwar würden die Regenfälle nicht alle Brände löschen können, sie würden aber in hohem Maße dazu beitragen, dass die Brände eingedämmt werden könnten. Vor Einsetzen des Regens waren in New South Wales noch 30 Buschbrände außer Kontrolle.

Der giftige Rauch der Buschbrände hatte in den vergangenen Tagen auch die Millionenmetropole Melbourne im Bundesstaat Victoria erreicht. Am Mittwochabend gab es dort Gewitter, die später ostwärts zogen. Die Luftqualität habe sich dadurch in weiten Teilen Victorias deutlich verbessert, teilte die dortige Umweltschutzbehörde mit.

Für Freitag und das Wochenende wurden weitere Regenfälle vorhergesagt. Dies wäre die längste Regenperiode seit Beginn der Feuerkrise im September. Die Feuerwehr von New South Wales hatte mit Blick auf die Wettervorhersage Anfang der Woche erklärt, dies wäre wie „Weihnachten, Geburtstag und Hochzeit zusammen – wir drücken die Daumen“.

Jahrelang tauchen in verarmtem Ort Geldbündel auf – jetzt ist das Rätsel gelöst

20.57 Uhr: Jahrelang rätselten Bewohner des Städtchens Blackhall Colliery im Norden Englands, woher die mysteriösen Geldpäckchen kamen, die einfach so auf den Straßen heraumlagen. Nun hat die Polizei die Herkunft ausgemacht, berichtet der Sender RTÉ.

Ein Pärchen mit einer „emotionalen Verbindung“ zu der wirtschaftlich angeschlagenen Stadt, bekannte sich dazu, seit 2014 immer wieder Bargeld an öffentlichen Orten platziert zu haben, teilte die Polizei mit. Sie wollten so anderen, bedürftigen Menschen helfen.

Die Beiden hätten dann aus der Distanz das Geschehen beobachtet, um sicherzugehen, dass jemand das Geld auch mitnimmt.

Viele Finder trauten jedoch ihrem eigentlichen Glück nicht und brauchten die Geldpäckchen zur Polizei. In den vergangenen Jahren sei so eine Summe von 30.000 Euro bei den Ermittlern gelandet. Nach einer gewissen Zeit, in der sich niemand meldete, der angab, das Geld verloren zu haben, hätten diese das Geld dann auch zurückbekommen.

Die Polizei ist froh, dass sich die anonymen Gönner nun dennoch bei den Ermittlern gemeldet haben. Nun könne ausgeschlossen werden, dass das Geld aus einem Verbrechen stamme oder einer wehrlosen Person gehöre. Die Polizei dankte den „barmherzigen Samaritern“ sowie den ehrlichen Findern, die das Geld zunächst immer zur Polizei brachten.

In Stockholm sammeln Paketlieferanten auf Rückweg Müll ein

Mittwoch, 15. Januar, 10.02 Uhr: Im schwedischen Stockholm haben sich eine Recycling-Firma, ein Logistik-Unternehmen, ein Immobilienverwalter und die Stadt eine clevere Idee einfallen lassen, die gleichzeitig ökologisch und ökonomisch ist.

Wie die „Tagesschau“ berichtet, fungiert ein Elektro-Lastwagen kombiniert sowohl als Müllwagen, als auch als Paketlieferant. Der Gedanke dahinter: Müllwagen fahren leer in die Stadt und beladen wieder raus, während Paketlieferanten genau entgegengesetzt beladen in die Stadt und leer wieder raus fahren.

Das Projekt mit dem Namen „Geliebte Stadt“ existiert nun seit etwas drei Jahren und schreibt bereits schwarze Zahlen. Dazu schont es die Umwelt, da durch die Kombination Einzelfahrten gestrichen werden konnten und somit weniger CO2 ausgestoßen wird.

Medizinischer Durchbruch: Forscher erhalten Leber außerhalb des Körpers am Leben

10.33 Uhr: Wissenschaftlern am Universitätskrankenhaus in Zürich ist es zum ersten Mal gelungen, eine menschliche Leber außerhalb des Körpers eine Woche lang am Leben zu erhalten.

Bislang war es lediglich gelungen, das Organ für einige Stunden am Leben zu halten. Das geht aus einer Studie hervor, die im Wissenschaftsmagazin „Nature Biotechnology“ veröffentlicht wurde.

Die Methode könnte dazu beitragen, dass Spender-Lebern länger zur Verfügung stehen und so mehr Menschen geholfen werden kann, die dringend auf eine Transplantation angewiesen sind.

Mexiko-Stadt: Ein Bibliotheks-Flugzeug gegen Gewalt und Kriminalität

Dienstag, 14. Januar, 04.46 Uhr: In einem der gefährlichsten Viertel von Mexiko-Stadt steht neuerdings ein zu einer Bibliothek umgebautes Flugzeug. Der Flieger vom Typ Boeing 737 wurde nach 20 Jahren im Dienst der früheren mexikanischen Fluggesellschaft Aviacsa von der Verwaltung des Bezirks Iztapalapa gekauft und mit bunten Blumen und Schmetterlingen bemalt. Die Bürgermeisterin des Bezirks, Clara Brugada, eröffnete die «Zur Utopie fliegen» genannte Bibliothek am Sonntag offiziell, wie ihr Büro mitteilte.

Ziel ist es den Angaben zufolge, das Lesen und den Umgang mit elektronischen Medien, vor allem bei Kindern, zu fördern. Es gehe aber auch darum, den öffentlichen Raum zurückzugewinnen und die Kriminalität zu bekämpfen.

Der Ort, an dem das Bibliotheks-Flugzeug nun steht, sei früher dunkel und schmutzig gewesen. Drogennutzer hätten sich dort aufgehalten, hieß es. Iztapalapa ist mit rund zwei Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste der 16 Bezirke der mexikanischen Hauptstadt. Die Raten von Gewaltverbrechen sind dort mit am höchsten in der 22-Millionen-Metropole.

In der geflügelten Bibliothek arbeiten drei als Flugpersonal gekleidete Kulturbeamte des Bezirks. Neben einem Grundstock an zunächst 240 Büchern gibt es dort den Angaben zufolge 2400 E-Books sowie Hörbücher und 26 Computer. Es gibt Lesebereiche und auch einen Flugsimulator. Das W-Lan ist auf dem gesamten Platz, auf dem der Flieger steht, kostenlos. Ein zweites Bibliotheks-Flugzeug sowie eine Bibliothek auf einem Schiff sollen bald folgen.

Australische Einsatzkräfte werfen tausend Kilo Gemüse für Tiere in Waldbrandgebiet ab

Montag, 13. Januar, 11.54 Uhr: Die verheerenden Buschbrände in Australien haben unzähligen Tieren das Leben gekostet und den Überlebenden den Lebensraum genommen. Daraus resultiert ein drastischer Mangel an Nahrung für die verschiedenen Tierarten. Besonders betroffen sind dabei die vom Aussterben bedrohten Bürstenschwanz-Felskängurus, deren Lebensraum besonders schwer von den Buschbränden getroffen wurde.

Wie der australische Minister für Umwelt und Energie, Matt Kean, erklärte, wurden bisher 2000 Pfund Süßkartoffeln und Karotten (etwa 1000 Kilogramm) über den betroffenen Gebieten abgeworfen. „Das Bereitstellen von zusätzlicher Nahrung ist eine der Schlüsselstrategien, mit denen wir das Überleben und die Erholung gefährdeter Arten, wie dem Bürstenschwanz-Felskänguru, sichern wollen“, sagte Matt Kean gegenüber dem Nachrichtensender „CNN„.

Laut Kean ist es der größte Futterabwurf für die gefährdeten Tiere, der jemals ausgeführt wurde. Neben den Felskängurus profitieren auch andere Tierarten in den betroffenen Regionen von den Futterabwürfen. Die Regierung plant nun, die Auslieferung von Nahrung so lange fortzuführen, bis die natürlichen Futter- und Wasserquellen der Tiere wieder aufgefüllt sind. „Wenn wir können, werden wir auch Wildkameras aufstellen, um zu überwachen, wie das Futter angenommen wird und welche Tiere davon profitieren“, sagte Matt Kean.

Rettete seine Art fast alleine: Riesenschildkröte Diego darf in die Heimat zurück

13.22 Uhr: Nachdem er seine Gattung vor dem Aussterben gerettet hat, kehrt die hundert Jahre alte Riesenschildkröte Diego auf seine Heimatinsel im Galápagos-Archipel zurück. Diego werde nach einem erfolgreichen Reproduktionsprogramm im März auf seine Heimatinsel Española zurückkehren, teilte die Nationalparkverwaltung der zu Ecuador gehörenden Inseln am Freitag mit.

Rund 1800 Schildkröten seien bereits nach Española gebracht worden; gemeinsam mit der natürlichen Fortpflanzung gebe es nun rund 2000 Schildkröten. „Das zeigt, dass sie in der Lage sind zu wachsen, sich fortzupflanzen und zu entwickeln, sagte Parkdirektor Jorge Carrión der Nachrichtenagentur AFP. Vor 50 Jahren gab es lediglich zwei Männchen und zwölf Weibchen von Diegos Gattung auf Española.

Diegos Beitrag zu dem Fortpflanzungsprogramm auf der Insel Santa Cruz gilt als besonders bemerkenswert: Nach Angaben des Nationalparks soll die Riesenschildkröte der Patriarch von mindestens 40 Prozent der 2000 Schildkröten zählenden Population der Untergruppe Chelonoidis hoodensis sein.

Diego ist rund 80 Kilogramm schwer, knapp 90 Zentimeter lang und 1,5 Meter groß, wenn er seine Beine und seinen Hals streckt. Seine Geschichte steht in starkem Kontrast zu der des „Einsamen George“: Die Riesenschildkröte war 2012 im Alter von mehr als hundert Jahren gestorben. Er war das letzte bekannte Exemplar der Untergruppe Chelonoidis abingdoni.

Feuerwehr rettet hilfloses Pferd in Essen aus Schlammgrube

Sonntag, 12. Januar, 10 Uhr: Ein völlig hilfloses Pferd ist in Essen aus einer Schlammgrube gerettet worden. Wie die Feuerwehr mitteilte, war das Tier am Samstagabend im Bereich einer Baustelle in dem sumpfigen Boden versunken. Zunächst versuchte die Baufirma, das Tier zu retten, was aber nicht gelang. Danach rückten Feuerwehrleute an, stiegen mit Wathosen in das Schlammloch und gruben zum Teil mit bloßen Händen die Vorderläufe des verängstigten Pferdes frei. Gleichzeitig wurde das Wasser abgepumpt. Mit Gurten um den Bauch wurde das unterkühlte Tier nach fast drei Stunden mit einem Bagger aus der Grube gehoben.

Der Pferdebesitzer war erleichtert. Er war mit dem Tier auf einer Bewegungsrunde unterwegs. Als beide einem Lastwagen ausweichen wollten, rutschte das Pferd in die Grube.

Mann harrte mehr als 20 Tage im Schnee aus – eine Idee rettete ihm das Leben

22.20 Uhr: Tyson Steele harrte mehr als 20 Tage bei Minusgraden im Schnee von Alaska aus. Dank einem klugen Einfall und einer Portion Glück konnte der US-Amerikaner gerettet werden. Doch was war geschehen?

Wie der Nachrichtensender „NBC“ berichtet, lebte der 30-Jährige mit seinem Labrador Phil in einer kleinen Hütte in einem abgelegenen, verschneiten Gebiet in Alaska. Eines Tages fing die Hütte plötzlich Feuer, offenbar war ein Funken durch den Schornstein des Holzofens auf das Dach gelangt, das kurz darauf lichterloh brannte. Steele schaffte es, sich nach draußen zu retten, sein Labrador Phil leider nicht. Doch Steeles Überlebenskampf war damit noch nicht beendet. Mitten in einem entlegenen Gebiet konnte Steele nicht so einfach Hilfe holen. Sein Telefon funktionierte nicht, der nächste Nachbar lebte 20 Kilometer weit weg und zur Hütte führten keine Straßen.

Zu seinem Glück blieben ihm noch ein paar Konserven, Decken und Mäntel, die nicht den Flammen zum Opfer gefallen waren. Viel Zeit hatte er trotzdem nicht. Dann plötzlich kam Steele eine Idee. Er formte die Buchstaben „SOS“ in den Schnee. Wie durch ein Wunder entdeckten die Polizisten der Alaska State Troopers den Hilferuf, als sie mit ihrem Hubschrauber das Gebiet überflogen. Ein Freund von Steele hatte sie angerufen, weil er in Sorge war. Wenig später konnte Steele gerettet werden.

Mutter kann Grabstein für Tochter nicht bezahlen: Seniorenheim-Bewohner handeln selbstlos

20.18 Uhr: Die Bewohner eines Seniorenpflegeheims in Berlin-Wittenau haben ein großes Herz bewiesen und einer alleinerziehenden Mutter in Not geholfen. Barbara Mehnert (41) fehlte das Geld, um den Grabstein für ihre kürzlich verstorbene Tochter Antonia (18) zu bezahlen.

Selbstlos verzichteten die Senioren im Pflegeheim daher auf ihre Weihnachtsgeschenke – und spendeten das Geld stattdessen der Mutter in Not. Die ganze Story lesen Sie hier.

Thailand verbannt Plastiktüten aus dem Einzelhandel – Verbraucher werden kreativ

Samstag, 11. Januar 2020, 18.07 Uhr: In Thailand dürfen Einzelhändler seit Anfang des Jahres keine Plastiktüten mehr anbieten. Mit dem Verbot will die thailändische Regierung härter gegen die meterhohen Müllberge und die Verschmutzung der Meere vorgehen. Hierzu hat die Regierung sogar eine Vereinbarung mit Händlern und Kunststoffproduzenten getroffen. Die Verbraucher scheint das Verbot nicht zu stören – im Gegenteil. Sie werden jetzt kreativ und nutzen für den Einkauf umweltfreundlichere Alternativen – ob mobile Garderobe, Schubkarre oder Zuckersack.

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