Live-Ticker zur Corona-Krise – Covid-19 News: Nächster Corona-Ausbruch in NRW – Konjunkturpaket beschlossen

Die Covid-19-Pandemie hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 10 Millionen Menschen haben sich bisher weltweit mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 193.506 davon in Deutschland – wo es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen kommt. Aktuelle Neuigkeiten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Covid-19-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Corona-Ausbruch in Cateringfirma: 44 bestätigte Infizierte (20.47 uhr) +++ Knapp 400 Corona-Neuinfektionen – Zahl der aktiven Fälle sinkt wieder (20.36 Uhr) +++ Remdesivir kostet mindestens 2.340 Dollar für eine Fünf-Tage-Behandlung  (19.16 Uhr) +++

WHO sendet Team für Ermittlungen zu Virus-Herkunft nach China

22.48 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will nächste Woche ein Team nach China entsenden, um den Ursprung des Coronavirus festzustellen. “Wir können das Virus besser bekämpfen, wenn wir alles über es wissen, inklusive wie alles angefangen hat”, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag während einer Video-Pressekonferenz.

Die Organisation drängt China seit Anfang Mai dazu, seine Experten ins Land einzuladen, um bei der Erforschung des Ursprungs des Coronavirus mitzuhelfen. Mit der Entsendung eines Teams hoffe die WHO, die Entstehungsgeschichte des Virus besser nachvollziehen zu können. Wie das Team zusammengesetzt sein wird und was konkret seine Aufgabe vor Ort ist, sagte Tedros nicht.

TOP-NEWS: Corona-Ausbruch in Cateringfirma: 44 bestätigte Infizierte

20.47 Uhr: In einem am Samstag geschlossenen Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg haben sich mindestens 44 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das haben die Tests bislang ergeben, teilte das Landratsamt am Montag mit.

Unter den bislang nachweislich Infizierten seien zehn Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf. Auf den Virus-Ausbruch bei dem Caterer war das Landratsamt durch Fälle in der Asylunterkunft aufmerksam geworden.

Die Behörde hatte die Schließung des Catering-Standorts am Samstag aus Infektionsschutzgründen angeordnet – für 14 Tage. Am Sonntag gab es eine große Testaktion bei den Mitarbeitern.  

Die komplette Asylbewerber-Unterkunft ist unter Quarantäne gestellt worden. Die positiv getesteten Bewohner wurden in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden. Danach gab es zunächst zehn Fälle, am Montag kamen 34 weitere hinzu.

Die rund 100 Mitarbeiter der Firma stammen nicht nur aus dem Landkreis Starnberg, sondern auch aus Landkreisen der näheren Umgebung. Sie befinden sich nun in Quarantäne. Mehrere der Caterer-Mitarbeiter wohnen in dem Asylbewerberheim. Das Unternehmen beliefert unter anderem auch das Münchener Klinikum Großhadern.

TOP-NEWS: Knapp 400 Corona-Neuinfektionen – Zahl der aktiven Fälle sinkt wieder

20.34 Uhr: In Deutschland sind bislang 193.893 positive Corona-Tests gemeldet worden, wie Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien ergeben. Das sind 387 mehr als noch am Sonntag. Allerdings hatten vier Bundesländer am Sonntag keine neuen Zahlen bekannt. Zwei Bundesländer blieben am Montag frei von neuen Covid-19-Infektionen: Brandenburg und das Saarland.

Bislang sind 8942 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben – neun Todesfälle kamen von Sonntag auf Montag hinzu. Laut Robert Koch-Institut sind 178.100 Erkrankte inzwischen wieder genesen. Somit sind derzeit rund 6850 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Die Zahl der akut Infizierten ist damit zum ersten Mal seit drei Tagen wieder minimal gefallen.

Der Reproduktionswert (R) stieg leicht von 0,71 auf 0,74 – bleibt aber weiterhin unter der als kritisch zu betrachteten Marke von 1,0.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 193.893, 8.942 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 35.630 (1.830 Todesfälle)
  • Bayern: 48.341 (2.589 Todesfälle)
  • Berlin: 8.219 (214 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3.451 (171 Todesfälle)
  • Bremen: 1.665 (53 Todesfälle)
  • Hamburg: 5.200 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 10.762 (506 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 802 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.483 (630 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 42.866 (1.678 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6.987 (235 Todesfälle)
  • Saarland: 2.766 (173 Todesfälle)
  • Sachsen: 5.444 (221 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1.873 (58 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3.154 (152 Todesfälle)
  • Thüringen: 3.250 (181 Todesfälle)

Gesamt (Stand: 29.06.20, 20.30 Uhr): 193.893 (8.942 Todesfälle)

Vortag (Stand 28.06.20, 20.33 Uhr): 193.506 (8.933 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 178.100.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,74 (Stand 29.06.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

TOP-NEWS: Remdesivir kostet mindestens 2.340 Dollar für eine Fünf-Tage-Behandlung

19.16 Uhr: Remdesivir, das einzige Medikament, das von den US-amerikanischen Behörden zur Behandlung von Covid-19-Patienten bisher zugelassen ist, wird zwischen 2.340 und 3.120 Dollar für einen fünftägigen Behandlungszyklus mit sechs Dosen kosten. Das gab der Pharmakonzern Gilead Sciences Inc. am Montag bekannt. Das heißt, dass eine Dosis 390 Dollar kosten soll.

Gilead-CEO Daniel O’Day sagte in einem offenen Brief auf der Website des Unternehmens, dass sich das Unternehmen hinsichtlich der Preisgestaltung für Remdesivir in „unerforschtem Gebiet“ befinde. „Letztendlich ließen wir uns von der Notwendigkeit leiten, die Dinge anders zu machen. Während die Welt weiterhin unter den menschlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Pandemie leidet, glauben wir, dass es richtig und verantwortungsvoll ist, Remdesivir weit unter Wert zu verkaufen.“

Der angekündigte Preis soll nach O’Days Worten für alle wirtschaftlich entwickelten Länder einheitlich gelten. Für Schwellen- und Entwicklungsländer werde es Rabatte geben.

Remdesivir soll die durchschnittliche Behandlungszeit von Covid-19-Patienten statistisch von 15 auf elf Tage reduzieren. Auch die Sterblichkeitsrate bringt das einstige Ebola-Medikament nach unten. Eine weitere Milliarde Dollar wolle Gilead bis Ende des Jahres in die Erforschung von Remdesivir stecken.

Auch in Europa könnte das Medikament bald eine Zulassung erhalten. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte zuletzt eine bedingte Behandlung von Corona-Patienten mit Remdesivir empfohlen.

TOP-NEWS: Konjunkturpaket beschlossen: Familienbonus und weniger Mehrwertsteuer

16.16 Uhr: Beim Einkaufen fällt ab Juli für ein halbes Jahr weniger Mehrwertsteuer an. Wie der Bundesrat am Montag außerdem einstimmig beschloss, bekommen Familien zum Anschub der Konjunktur einen Bonus von 300 Euro pro Kind.

EU verlängert Einreisebeschränkungen für die USA und weitere Staaten

16.10 Uhr: Die EU-Länder wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Menschen aus den USA und zahlreichen anderen Drittstaaten vorerst aufrechterhalten. Lediglich Menschen aus 14 Ländern sollen vom 1. Juli an wieder normal in einreisen dürfen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach Einleitung eines entsprechenden Beschlussverfahrens von EU-Diplomaten erfuhr.

Konkret sind das Algerien, Australien, Georgien, Japan, Kanada, Marokko, Montenegro, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay. China soll nur dann berücksichtigt werden, wenn es im Gegenzug auch Einreisebeschränkungen für Europäer aufhebt.

Mit einer offiziellen Bekanntgabe des Beschlusses wird am Dienstag gerechnet. Dass die erforderliche Mehrheit der EU-Staaten zusammenkommt gilt als sicher, weil sonst das schriftliche Verfahren für den Beschluss nicht eingeleitet worden wäre.

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen ist nach der Beschlussvorlage künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen in den zwei Wochen zuvor. Zudem sollen unter anderem der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen.

TOP-NEWS: Nächster Corona-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen: Firma meldet 22 Covid-19-Fälle

15.49 Uhr: In Solingen sind laut Informationen der „Rheinischen Post“ bei dem Unternehmen Bong 22 Covid-19-Infektionen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgetreten. Das teilte das Gesundheitsamt der 159.000-Einwohner-Stadt am Montag mit. 180 Menschen sollen in den Betrieb arbeiten. Die meisten der Arbeiter wohnen außerhalb Solingens und kommen nur zum Arbeiten in die Stadt. Nur fünf Angestellte kommen direkt aus Solingen, dieses Personen wurden vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt.

Die Bong GmbH ist Teil der schwedischen Bong-Gruppe und stellt vorwiegend Briefumschläge und Verpackungen her. Der Konzern zählt zu den Marktführern in Europa.

Corona-Impfstoff in China für internen Gebrauch in Armee zugelassen

15.50 Uhr: Die chinesische Armee hat einen neu entwickelten Corona-Impfstoff für den internen Gebrauch zugelassen. Daten aus klinischen Studien hätten gezeigt, dass der Impfstoff das Potenzial habe, durch das neuartige Coronavirus verursachte Leiden zu verhindern, teilte das chinesische Biotech-Unternehmen CanSino Biologics am Montag mit. Die Zentrale Militärkommission Chinas genehmigte demnach am vergangenen Donnerstag den Einsatz des Impfstoffs für ein Jahr.

Es war zunächst unklar, wie der Einsatz des Impfstoffs innerhalb der Armee konkret umgesetzt werden soll. Eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP an das chinesische Verteidigungsministerium blieb zunächst unbeantwortet. Der Impfstoff sei gemeinsam mit dem Pekinger Institut für Biotechnologie, das zur Akademie der Militärmedizinischen Wissenschaften gehört, entwickelt worden, teilte CanSino mit.

Das in Hongkong börsennotierte Unternehmen erläuterte, der Impfstoff habe die ersten zwei Phasen seiner klinischen Studien in China durchlaufen, das Unternehmen könne aber nicht garantieren, dass er später auch für den kommerziellen Gebrauch eingesetzt werde. Ohne weitere Genehmigungen könne die Verwendung des Impfstoffs nicht ausgeweitet werden, hieß es weiter.

Covid-19-Pandemie: Maskenpflicht für vier Flaniermeilen in Stadt Norderney

15.05 Uhr: Wegen des starken Urlauberandrangs ist in der Stadt Norderney seit Montag auf vier besonders belebten Einkaufsstraßen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Außenraum Pflicht. Durch die hohe Anzahl touristischer Gäste herrsche in diesen Straßen ein dichtes Gedränge, das dazu führe, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, hieß in der zunächst bis 19. Juli geltenden Verfügung zur Begründung.

Zuwiderhandlungen gegen die Infektionsschutzmaßnahme gegen das Coronavirus würden als Ordnungswidrigkeit geahndet. Dem Niedersächsischen Städtetag waren bislang keine weiteren Kommunen bekannt, in denen die Maskenpflicht auch im Außenraum gilt. Die Maßnahme in Norderney sei mit Blick auf die Belegungsquote auf der Insel in der Hochsaison richtig. “Wenn Abstände nicht immer eingehalten werden können, ist es umso wichtiger, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird, auch im Außenbereich”, sagte Hauptgeschäftsführer Jan Arning.

In der jetzigen Tourismussaison werde allein bei einer Tagesgästezahl von rund 4.500 die Einwohnerzahl von 6.000 nahezu erreicht, erläuterte die Stadt Norderney. Hinzu komme die Zahl der Übernachtungsgäste mit 25.000 Personen pro Nacht und ungefähr 3,8 Millionen jährlich.

Surftipp: Weshalb es immer mehr Corona-Fälle in Gütersloh ohne Tönnies-Bezug gibt

Söder will Covid-19-Tests für jeden – Spahn passt das gar nicht

11.31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das geplante Angebot von Corona-Tests für jedermann in Bayern kritisiert. “Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend”, schrieb er am Montag bei Twitter. “Denn es wiegt in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität.”

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen – auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Spahn betonte: “Testen, testen, testen – aber gezielt.” Das entspreche der mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelten nationalen Teststrategie. “Dies beinhaltet umfassendes präventives Testen im Gesundheitswesen und bei lokalen Ausbrüchen wie in Gütersloh.” Auch wie in Nordrhein-Westfalen in Schlachthöfen zweimal die Woche zu testen, habe Sinn.

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Europa meldet so wenige Corona-Neuinfektionen wie zuletzt Mitte März

10 Uhr: Laut WHO werden in Europa derzeit täglich fast 20.000 neue Corona-Fälle und mehr als 700 Todesfälle registriert – ein vergleichsweise geringer Wert. Am gestrigen Sonntag sind in Europa so wenige Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet worden wie zuletzt zu Beginn der Krise Mitte März: Lediglich 15.700 neue Fälle registrierte die Weltgesundheitsorganistation WHO gestern – einen vergleichbaren Wert gab es zuletzt am 19. März.

Damit steht Europa im Kontrast zum allgemeinen Trend. Denn gleichzeitig kletterte die Zahl der täglichen gemeldeten Corona-Neuinfektionen weltweit auf einen neuen Rekordwert: Binnen 24 Stunden seien weltweit 189.000 neue Fälle registriert worden, teilte die WHO am Sonntagabend mit. Unter den Ländern mit besonders vielen Neuinfektionen ragen Brasilien und die USA heraus. In Brasilien wurden laut WHO 46.860 neue Fälle verzeichnet. In den USA seien es 44.458 gewesen. Den weltweit dritthöchsten Anstieg in der jüngsten Tabelle hatte Indien mit 19.906 Fällen.

Deutlich positiver schneidet nach der WHO-Tabelle Deutschland mit 256 registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages ab. Für Italien liegt der Wert bei 175, für Spanien bei 569. In Großbritannien steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 890 Menschen mit dem Coronavirus an.

Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüßt habe. Die Organisation rechnet nach ihrer Zählung in Kürze mit einem Überschreiten der Zehn-Millionen-Marke. Die Tabelle vom Sonntagabend weist 9,84 Millionen Corona-Fälle weltweit aus.

Es geht um die Covid-19-Dunkelziffer: Jetzt wollen Mediziner von der Bundesliga lernen

06.35 Uhr: Eine Antikörperstudie bei den Bundesliga-Profis soll zu einer Beantwortung der Dunkelziffer bei den Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland beitragen. Die Studie soll nach dem Abschluss der Bundesliga– und Zweitligasaison am Wochenende möglichst rasch ausgewertet werden.

“Die Ergebnisse sollen danach schnell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir haben da eine Stichprobe von mehr als 1000 Menschen, die sich bundesweit verteilen”, berichtet Tim Meyer (52), Chefmediziner des Deutschen Fußball-Bundes und Leiter der Taskforce, die das Hygienekonzept für den Geisterspielbetrieb der Deutschen Fußball Liga erarbeitete, im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

“Es gibt stets die Frage nach der Größe der Dunkelziffer. Wir sehen täglich die Zahlen des Robert Koch-Institutes mit den aktuell bestätigten Neuinfektionen. Das sind diejenigen, die offiziell auf das Virus diagnostiziert wurden. Wir wissen aber nicht, wie viele Menschen sich wirklich infiziert haben, weil vermutlich viele symptomfrei geblieben sind”, schildert Meyer den Ansatz für die Studie. Es gebe zwar Untersuchungen an beschwerdefreien Menschen, “aber die sind häufig an einem Ort, einem Hotspot”.

Die Stichprobe der Bundesliga und 2. Bundesliga sei dagegen eine bundesweite und damit flächendeckender als andere. “Wenn wir wissen, wie viele Menschen aus einer großen Stichprobe Antikörper-positiv sind, sich also bereits mit dem Virus auseinandergesetzt haben, dann können wir besser abschätzen, wie hoch die Infektionszahlen wirklich sind. Man kann somit bessere Aussagen zum Durchseuchungsgrad der Bevölkerung treffen”, erläutert der Nationalmannschaftsarzt.

Spieler, Trainer und Betreuer sind in den Wochen des Geisterspielbetriebs regelmäßig auf das Coronavirus getestet worden. In dieser Phase mussten sie besonders strenge Hygienevorschriften befolgen. Meyer verweist aber gerade auf die Zeit davor. “Vorher haben auch sie in Bezug auf die Ansteckungsgefahr relativ normal gelebt, und die erste Blutentnahme erfolgte ganz zu Beginn des Mannschaftstrainingsbetriebes. Außerdem war in unsere Untersuchung ein größerer Kreis inkludiert – neben Spielern auch eine erhebliche Anzahl an Betreuern.” Mit der Studie wolle “der Profifußball der Bevölkerung für den Vertrauensvorschuss etwas zurückgeben”.

Deutschland startet neuen Vorstoß für UN-Resolution zu Corona

04.37 Uhr: Deutschland will einen neuen Vorstoß für eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Corona-Pandemie starten. Es sei ein “Armutszeugnis” für den Sicherheitsrat, dass er sich bei diesem wichtigen globalen Thema bisher nicht einig geworden sei, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. “Es kann nicht sein, dass der Sicherheitsrat sprachlos bleibt, wenn die ganze Welt es mit einer solchen Pandemie zu tun hat.”

Deutschland übernimmt am 1. Juli für einen Monat den Vorsitz in dem wichtigsten UN-Gremium. Eine Corona-Resolution ist bisher an einem Streit zwischen den USA und China gescheitert, in dem es vor allem um die Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO geht. US-Präsident Donald Trump wirft der WHO vor, im Sinne Chinas zu handeln, und will sie nicht in einer Resolution erwähnt sehen.

Peking testet acht Millionen Menschen auf Covid-19

03.45 Uhr: Infolge des neuen Coronavirus-Ausbruchs in Peking hat die chinesische Hauptstadt millionenfach Coronatests durchgeführt. Wie die Lokalbehörden mitteilten, wurden bis Sonntag 8,3 Millionen Proben gesammelt und 7,7 Millionen Tests in der 20-Millionen-Metropole abgeschlossen. Als Reaktion auf den Ausbruch auf einem Pekinger Großmarkt hatten die Behörden vor zwei Wochen die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen, womit die chinesische Stadt teilweise abgeriegelt wurde.

Wer Peking verlassen will, muss einen negativen Coronatest vorweisen und darf nicht in einem der Risikogebiete leben. Seit dem neuen Ausbruch wurden über 300 Infektionen in Peking festgestellt. Wie Chinas Gesundheitskommission mitteilte, kamen bis Montag sieben weitere Infizierte in der Stadt hinzu. Landesweit wurden zwölf neue Infektionen gemeldet. 

Österreich nimmt generelle Corona-Reisewarnung für NRW zurück

Montag, 29. Juni, 00.52 Uhr: Österreich hat die nach dem schweren Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies ausgesprochene generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Nach Informationen aus NRW-Regierungskreisen in Düsseldorf wurde die Reisewarnung auf die vom Infektionsgeschehen betroffenen Kreise beschränkt. In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes in Berlin hieß es am späten Sonntagabend, laut Mitteilung des österreichischen Gesundheitsministeriums müssten Reisende aus Gütersloh ab Montag 00.01 Uhr bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen.

Aus NRW-Regierungskreisen hieß es, Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe am Wochenende mehrfach mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz telefoniert und die Lage mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie erörtert. Laschet habe die Maßnahmen der betroffenen Kreise und des Landes zur Eindämmung des Ausbruchs sowie die Anstrengungen zur massiven Testung der Tönnies-Mitarbeiter, ihres Umfelds und der Gesamtbevölkerung erläutert. Kurz hat demnach seine Anerkennung dafür zum Ausdruck gebracht sowie das konsequente und umfassende Vorgehen begrüßt.

In diesen Kreisen wurde zu Beginn der Sommerferien in NRW betont, dass Österreich kein Beherbergungsverbot ausspreche. Vielmehr würden die generellen Einreisebeschränkungen für alle von hohen Infektionszahlen betroffenen Regionen in Europa nun auch auf Gütersloh angewandt. Kurz habe Laschet zugesichert, den Kreis Warendorf hier bereits nicht mehr einzubeziehen. Dies habe auch das österreichische Gesundheitsministerium der Deutschen Botschaft in Wien offiziell mitgeteilt. Sobald die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auch in Gütersloh unter 50 falle, solle auch hier die Beschränkung aufgehoben werden.

Zahlen der Johns Hopkins University: Mehr als 500.000 Covid-19-Tote weltweit

23.33 Uhr: Laut den Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University hat die Zahl der Corona-Toten weltweit am späten Sonntagabend 500.000 überschritten. Es ist der nächste Negativ-Meilenstein am Sonntag, nachdem auch die zehn Millionen Infizierten überschritten wurden.

TOP-NEWS: WHO meldet erneut Negativ-Rekord – Weltweit 189.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

22.37 Uhr: Die Zahl der täglichen gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einen neuen Rekordwert geklettert. Binnen 24 Stunden seien weltweit 189 000 neue Fälle registriert worden, teilte die WHO am Sonntagabend mit. Auch in einigen Ländern sei der Anstieg auf Rekordhöhe. Unter den Ländern mit besonders vielen Neuinfektionen ragen erneut Brasilien und die USA heraus. In Brasilien wurden laut WHO 46 860 neue Fälle verzeichnet. In den USA seien es 44 458 gewesen. Den weltweit dritthöchsten Anstieg in der jüngsten Tabelle hatte Indien mit 19 906 Fällen.

Deutlich positiver schneidet nach der WHO-Tabelle Deutschland mit 256 registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages ab. Für Italien liegt der Wert bei 175, für Spanien bei 569. In Großbritannien steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 890 Menschen mit dem Coronavirus an.

Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüßt habe. Die Organisation rechnet nach ihrer Zählung in Kürze mit einem Überschreiten der Zehn-Millionen-Marke. Die Tabelle vom Sonntagabend weist 9,84 Millionen Corona-Fälle weltweit aus. 

TOP-NEWS: Zahl der akut Infizierten steigt dritten Tag in Folge – 3 Bundesländer ohne neue Fälle

20.36 Uhr: In Deutschland sind bislang 193.506 positive Corona-Tests gemeldet worden, wie Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien ergeben. Das sind 281 mehr als noch am Samstag. Allerdings gaben vier Bundesländer am Sonntag keine neuen Zahlen bekannt – Baden-Württemberg, das Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In drei Bundesländern gab es wiederum am Sonntag keine neuen Corona Fälle – Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Bislang sind 8933 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Lediglich Bayern meldete am Sonntag einen neuen Todesfall. Laut Robert Koch-Institut sind 177.700 Erkrankte inzwischen wieder genesen. Somit sind derzeit rund 6900 Menschen akut infiziert (aktive Fälle). Die Zahl der akut Infizierten ist damit zum dritten Mal in Folge gestiegen, wenn auch nur leicht (6800 am Samstag, 6600 am Freitag und 6400 am Donnerstag).

Am Montag: Erstes Flughafen-Covid-19-Testzentrum öffnet in Frankfurt

19.14 Uhr: Auch wenn Reisebeschränkungen bereits gefallen sind, muss gerade auf internationalen Strecken in Drittländer häufig ein negativer Coronatest kurz vor dem geplanten Abflug nachgewiesen werden. Am Frankfurter Flughafen öffnet nun das erste Corona-Testzentrum an einem Flughafen in Deutschland. Das Biotechnologie-Unternehmen Centogene startet das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und Lufthansa. Das Testzentrum wird am Montag vorgestellt. Dabei wird erläutert, wie die “Walk-through-Tests” funktionieren, die zur “neuen Normalität” bei Flugreisen in Zeiten der Corona-Pandemie beitragen sollen.

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